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ISO/IEC 27001:2022

ISO 27001 Beratung
für Ihr Unternehmen.

Von der Gap-Analyse bis zum ISMS-Zertifikat in 4-8 Monaten. BAFA-Förderung bis 80 %. Über 500 Unternehmen erfolgreich beraten. Seit 2008, mit IAF-anerkannten Partnern.

4,88 Mio USD
Durchschnittliche Kosten eines Datenlecks (IBM 2024)
500+
Von Verinorm beratene Unternehmen
93
Controls in 4 Kategorien (Annex A)
80 %
BAFA-Förderung möglich

Was ist ISO 27001?

ISO/IEC 27001 ist der international anerkannte Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Er bietet einen systematischen Ansatz zum Schutz vertraulicher Informationen und zur Sicherstellung der Geschäftskontinuität, branchenübergreifend, vom IT-Dienstleister bis zum Gesundheitswesen.

Die aktuelle Version ISO/IEC 27001:2022 brachte eine grundlegende Neustrukturierung des Annex A: von 114 Controls in 14 Domänen auf 93 Controls in 4 klar definierten Kategorien. 11 neue Controls wurden eingeführt, darunter Threat Intelligence und Cloud-Sicherheit.

Eine ISO 27001 Beratung unterstützt Ihr Unternehmen dabei, ein wirksames ISMS aufzubauen und die Normanforderungen effizient umzusetzen. Unsere erfahrenen Berater kennen die Stolpersteine und führen Sie auf dem kürzesten Weg zur erfolgreichen Zertifizierung – ohne unnötige Komplexität.

Durch die High Level Structure (HLS) lässt sich ISO 27001 als Integriertes Managementsystem mit ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 und ISO 50001 kombinieren.

ISO/IEC 27001:2022
Aktuelle Normversion
Gültigkeit3 Jahre
ÜberwachungsauditJährlich
RezertifizierungAlle 3 Jahre
NormstrukturHigh Level Structure
Annex A Controls93 in 4 Kategorien
Integrierbar mit9001, 14001, 45001, 50001
„Informationssicherheit ist kein Projekt. Sie ist eine dauerhafte Verpflichtung zum Schutz Ihrer wertvollsten Assets.“
Fundament

Die CIA-Triade

ISO 27001 basiert auf den drei fundamentalen Schutzzielen der Informationssicherheit.

C

Vertraulichkeit

Confidentiality

Informationen sind nur für autorisierte Personen zugänglich. Zugriffskontrollen, Verschlüsselung und Need-to-Know-Prinzip sichern die Vertraulichkeit.

I

Integrität

Integrity

Informationen sind korrekt und vollständig. Datenvalidierung, Änderungskontrolle und Audit-Trails schützen vor unberechtigter Manipulation.

A

Verfügbarkeit

Availability

Informationen sind bei Bedarf verfügbar. Business Continuity, Backup-Strategien und Redundanz gewährleisten den Zugriff.

Sie möchten Ihre Informationssicherheit systematisch aufbauen?

Unsere ISO 27001 Berater analysieren Ihren aktuellen Stand und erstellen einen individuellen Fahrplan für Ihre ISMS-Zertifizierung.

Jetzt Angebot anfordern
Kernelemente

Die Säulen von ISO 27001

Ein wirksames ISMS basiert auf diesen fundamentalen Elementen.

01

Vertraulichkeit

Sicherstellen, dass Informationen nur autorisierten Personen zugänglich sind, durch Zugriffskontrollen, Verschlüsselung und Need-to-Know.

02

Integrität

Gewährleistung der Richtigkeit und Vollständigkeit von Informationen durch Datenvalidierung, Änderungskontrolle und Audit-Trails.

03

Verfügbarkeit

Sicherstellen, dass Informationen bei Bedarf verfügbar sind, durch Business Continuity, Backup-Strategien und Redundanz.

04

Risikomanagement

Systematische Identifikation, Bewertung und Behandlung von Informationssicherheitsrisiken als Kern des ISMS.

05

Richtlinien & Verfahren

Dokumentierte Vorgaben für den sicheren Umgang mit Informationen: Security Policies, Prozesse und Arbeitsanweisungen.

06

Kontinuierliche Verbesserung

Ständige Optimierung des Informationssicherheitsniveaus durch PDCA-Zyklus, Incident-Analyse und Lessons Learned.

Methodik

Plan. Do.
Check. Act.

Der PDCA-Zyklus ist das Herzstück der ISO 27001. Er stellt sicher, dass Ihr ISMS sich systematisch und messbar verbessert – Zyklus für Zyklus, ohne Stillstand.

Im Rahmen unserer ISO 27001 Beratung implementieren wir den PDCA-Zyklus so, dass er zu Ihren bestehenden Sicherheitsprozessen passt – praxisnah und ohne unnötige Komplexität.

P

Planen

ISMS-Scope definieren, Risiken bewerten, Sicherheitsziele und Controls festlegen

D

Umsetzen

Maßnahmen implementieren, Mitarbeiter schulen, Sicherheitsprozesse einführen

C

Prüfen

Wirksamkeit messen, interne Audits durchführen, Incidents auswerten

A

Handeln

Korrekturmaßnahmen ableiten, System optimieren, nächsten Zyklus starten

ISO 27001 Ablauf

8 Schritte zur
ISMS-Zertifizierung

Klar definiert, transparent geplant. In 4 bis 8 Monaten führen wir Sie von der Gap-Analyse zum ISMS-Zertifikat. So läuft der Ablauf der ISO 27001 Zertifizierung bei Verinorm.

01

Gap-Analyse

Bewertung des aktuellen Sicherheitsniveaus. Identifikation von Lücken und Handlungsbedarf.

02

Scope & Kontext

Festlegung des ISMS-Anwendungsbereichs und Analyse des organisatorischen Umfelds.

03

Risikobewertung

Systematische Identifikation und Bewertung aller Informationssicherheitsrisiken.

04

Maßnahmenauswahl

Auswahl geeigneter Controls aus Annex A und Erstellung des Statement of Applicability (SoA).

05

Implementierung

Umsetzung der ausgewählten Sicherheitsmaßnahmen in allen relevanten Bereichen.

06

Awareness & Training

Schulung aller Mitarbeiter in Informationssicherheit und Security Awareness.

07

Internes Audit

Überprüfung der Wirksamkeit des ISMS. Letzte Nachbesserungen vor dem Zertifizierungsaudit.

08

Zertifizierungsaudit

Externe Auditierung durch akkreditierte, IAF-anerkannte Zertifizierungsstelle.

Normkapitel

Struktur der ISO 27001

Die Norm folgt der High Level Structure, identisch aufgebaut wie ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 und weitere Standards. Ideal für ein IMS.

4

Kontext der Organisation

Umfeld, interessierte Parteien, ISMS-Anwendungsbereich

5

Führung

Verpflichtung, IS-Politik, Rollen & Verantwortlichkeiten

6

Planung

Risiken & Chancen, IS-Ziele, Änderungsplanung

7

Unterstützung

Ressourcen, Kompetenz, Awareness, Dokumentation

8

Betrieb

Risikobewertung, Risikobehandlung, operative Planung

9

Leistungsbewertung

Überwachung, Messung, Audit, Managementbewertung

10

Verbesserung

Nichtkonformitäten, Korrekturmaßnahmen, KVP

Annex A - ISO 27001:2022

93 Controls in 4 Kategorien

Die ISO 27001:2022 hat den Annex A grundlegend neu strukturiert. 93 Controls in 4 klar definierten Kategorien ersetzen die bisherigen 114 Controls in 14 Domänen.

A.5

Organisatorische Controls

37 Controls

Richtlinien, Rollen, Asset-Management, Zugangssteuerung, Lieferantenbeziehungen, Compliance

A.6

Personenbezogene Controls

8 Controls

Vor der Anstellung, während der Anstellung, Beendigung, Awareness, Disziplinarverfahren

A.7

Physische Controls

14 Controls

Sicherheitsbereiche, Zutrittssteuerung, Schutz vor Umweltbedrohungen, Geräte- und Medienhandhabung

A.8

Technologische Controls

34 Controls

Endgeräte, Zugriffsrechte, Kryptographie, Netzwerksicherheit, Secure Development, Cloud-Sicherheit

Die 11 neuen Controls der Ausgabe 2022

Diese Controls existierten in der Ausgabe 2013 nicht. Sie sind in der Praxis der häufigste Nachbesserungspunkt bei Unternehmen, die ihr ISMS vor 2022 aufgebaut haben:

5.7 Threat Intelligence
5.23 Informationssicherheit bei Cloud-Nutzung
5.30 IKT-Bereitschaft für Business Continuity
7.4 Überwachung der physischen Sicherheit
8.9 Konfigurationsmanagement
8.10 Löschung von Informationen
8.11 Datenmaskierung
8.12 Data Leakage Prevention
8.16 Überwachungsaktivitäten
8.23 Web-Filterung
8.28 Sichere Programmierung

Neu: fünf Attribute je Control

Die Ausgabe 2022 versieht jedes Control mit Attributen, über die sich der Katalog filtern lässt. Sie sind kein Auditgegenstand, erleichtern aber die Zuordnung zu bestehenden Frameworks erheblich:

  • Art der Maßnahme (präventiv, detektierend, korrigierend)
  • betroffene Sicherheitseigenschaft (Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit)
  • Cybersecurity-Konzept (identifizieren, schützen, erkennen, reagieren, wiederherstellen)
  • operative Fähigkeit (z. B. Asset-Management, Governance)
  • Sicherheitsdomäne (z. B. Schutz, Resilienz)
Kapitel 6.1.3 d)

Statement of Applicability (SoA)

Das Statement of Applicability ist das nach Kapitel 6.1.3 d) verpflichtende Dokument, in dem für jedes der 93 Annex-A-Controls festgehalten wird, ob es anwendbar ist, wie es umgesetzt wird und – bei Ausschluss – mit welcher Begründung. Es ist das zentrale Prüfdokument im Zertifizierungsaudit.

Der häufigste Fehler: Das SoA wird als Tabelle aus einer Vorlage gefüllt, ohne Bezug zur eigenen Risikobeurteilung. Der Auditor prüft aber genau diesen Bezug – jede Anwendbarkeitsentscheidung muss sich aus Ihrer Risikoanalyse, aus Rechtsvorschriften oder aus Vertragspflichten herleiten lassen.

01

Anwendungsbereich festlegen

Welche Standorte, Prozesse, Systeme und Personen umfasst das ISMS? Diese Entscheidung bestimmt Aufwand, Audittage und Kosten stärker als jede andere.

02

Risiken bewerten

Risikobeurteilung nach 6.1.2 durchführen. Das Ergebnis ist die Begründungsgrundlage für jede Control-Entscheidung im SoA.

03

Controls zuordnen

Für jedes nicht akzeptable Risiko die geeigneten Annex-A-Controls bestimmen und ergänzen, wenn der Katalog eine Lücke lässt – das ist ausdrücklich zulässig.

04

SoA dokumentieren

Je Control: anwendbar ja/nein, Begründung, Umsetzungsstand, Verweis auf die umsetzende Richtlinie oder Maßnahme.

Zulässiger Ausschluss

„Control 8.25 bis 8.28 (sichere Entwicklung) nicht anwendbar, da keine eigene Software entwickelt wird; sämtliche Anwendungen werden als Standardsoftware bezogen.“ Nachvollziehbar und im Audit unproblematisch.

Unzulässiger Ausschluss

„Control 8.24 (Kryptographie) nicht anwendbar, da bisher nicht umgesetzt.“ Der Umsetzungsaufwand ist kein Ausschlussgrund. Führt regelmäßig zu einer Abweichung, weil das Risiko fortbesteht.

Kapitel 6.1.2 und 6.1.3

Risikoanalyse und Risikobehandlung

ISO 27001 schreibt keine Methode vor, sondern verlangt ein Verfahren, das wiederholbare und vergleichbare Ergebnisse liefert. Anleitung dazu gibt ISO/IEC 27005. Der Prüfstein im Audit ist einfach: Zwei Personen müssen bei gleichem Sachverhalt zum gleichen Ergebnis kommen.

Die vier Behandlungsoptionen

Reduzieren (modify)

Controls umsetzen, um Eintrittswahrscheinlichkeit oder Auswirkung zu senken. Der Regelfall – hier entsteht die Verbindung zum Annex A.

Akzeptieren (retain)

Risiko bewusst tragen, wenn es innerhalb der definierten Akzeptanzkriterien liegt. Erfordert die dokumentierte Zustimmung der Risikoeigentümer.

Vermeiden (avoid)

Die risikoauslösende Tätigkeit einstellen oder anders gestalten – etwa einen Dienst nicht selbst betreiben.

Übertragen (share)

Risiko teilen, durch Versicherung oder vertragliche Verlagerung auf einen Dienstleister. Die Verantwortung für die Informationssicherheit bleibt bei Ihnen.

Beispiel aus der Praxis

WertKundendatenbank im CRM (Cloud)
BedrohungKontoübernahme durch gestohlene Zugangsdaten
Schwachstellekeine Mehrfaktor-Authentifizierung
Wahrscheinlichkeithoch
Auswirkunghoch (Art. 33 DSGVO, Kundenvertrauen)
Bewertungüber der Akzeptanzschwelle
Optionreduzieren
Controls5.15 Zugangssteuerung, 5.17 Authentisierungs­informationen, 5.23 Cloud-Nutzung, 8.5 sichere Authentisierung
Restrisikoniedrig, akzeptiert

Diese Kette – Wert, Bedrohung, Schwachstelle, Bewertung, Option, Control, Restrisiko – ist genau der Nachweis, den der Auditor sehen will. Fehlt eines der Glieder, ist die Control-Auswahl im SoA nicht begründet.

NIS2 / BSIG

NIS2: Sind Sie betroffen?

Das deutsche Umsetzungsgesetz zur NIS2-Richtlinie ist seit dem 6. Dezember 2025 in Kraft. Damit unterliegen in Deutschland rund 29.500 Unternehmen der Aufsicht des BSI – zuvor waren es etwa 4.500. Wichtig für die Einordnung: Eine ISO-27001-Zertifizierung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Verlangt werden angemessene Risikomanagementmaßnahmen – ein ISMS nach ISO 27001 ist der etablierte Weg, sie nachzuweisen.

Stand: Juli 2026. Fristen und Verwaltungspraxis ändern sich; verbindlich ist die Betroffenheitsprüfung des BSI.

Schwellenwerte

Wichtige Einrichtungen: ab 50 Mitarbeitenden oder 10 Mio. € Jahresumsatz.

Besonders wichtige Einrichtungen: ab 250 Mitarbeitenden oder 50 Mio. € Umsatz.

Einzelne Einrichtungen sind unabhängig von der Größe erfasst, etwa im Bereich digitale Infrastruktur.

18 Sektoren

Energie, Verkehr, Finanzwesen, Gesundheit, Wasser und Abwasser, digitale Infrastruktur, IT-Dienstleistungsmanagement, öffentliche Verwaltung, Weltraum, Post und Kurier, Abfallwirtschaft, Chemie, Lebensmittel, verarbeitendes Gewerbe (u. a. Maschinenbau, Fahrzeugbau, Medizinprodukte, Elektronik), digitale Dienste, Forschung.

Sanktionen

Bei Verstoß gegen die Registrierungspflicht bis zu 500.000 €. Für besonders wichtige Einrichtungen bis zu 10 Mio. € oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes.

Das Gesetz begründet zudem eine persönliche Verantwortung der Leitungsorgane samt Schulungspflicht.

Registrierungspflicht beim BSI

Betroffene Einrichtungen müssen sich selbst beim BSI registrieren – eine Aufforderung durch die Behörde gibt es nicht. Die gesetzliche Frist lief am 6. März 2026 ab, das BSI hat eine Nachfrist bis zum 31. Juli 2026 gesetzt. Die Pflicht entfällt danach nicht: Wer nicht registriert ist, bleibt registrierungspflichtig und im Verstoß. Die Registrierung läuft über das Melde- und Unterrichtungsportal des BSI; der Zugang erfordert „Mein Unternehmenskonto“ mit Organisationszertifikat, was organisatorisch Vorlauf braucht.

Die Registrierung ist die formale Pflicht. Inhaltlich verlangt das Gesetz Risikomanagementmaßnahmen, Vorfallmeldungen an das BSI innerhalb kurzer Fristen und Nachweise über die Sicherheit der Lieferkette. Diese Anforderungen sind mit einem ISMS nach ISO 27001 vollständig abbildbar.

NIS2-Pflicht und ihre Entsprechung im Annex A

Anforderung nach NIS2 / BSIGAbdeckung durch ISO 27001
Risikoanalyse und Konzepte für die InformationssicherheitKapitel 6.1.2 und 6.1.3, Control 5.1
Bewältigung von SicherheitsvorfällenControls 5.24 bis 5.28
Aufrechterhaltung des Betriebs, Backup, KrisenmanagementControls 5.29, 5.30, 8.13, 8.14
Sicherheit der LieferketteControls 5.19 bis 5.23
Sicherheit bei Erwerb, Entwicklung und WartungControls 8.25 bis 8.32
Bewertung der Wirksamkeit der MaßnahmenKapitel 9.1, 9.2, 9.3
Schulung und CyberhygieneControls 6.3, 8.7
Kryptographie und VerschlüsselungControl 8.24
Zugriffskontrolle und Asset-ManagementControls 5.9 bis 5.18
Mehrfaktor-Authentifizierung, gesicherte KommunikationControls 8.5, 8.20, 8.21
Abgrenzung

ISO 27001, TISAX, SOC 2 oder IT-Grundschutz?

Ein ISMS ist das Managementsystem für Informationssicherheit – ISO 27001 ist die Norm, gegen die es zertifiziert werden kann. Die Begriffe werden häufig gleichgesetzt: Jedes Unternehmen kann ein ISMS betreiben, ohne zertifiziert zu sein; zertifizierungsfähig ist es erst, wenn es die Anforderungen der Kapitel 4 bis 10 erfüllt.

Welcher Nachweis der richtige ist, entscheidet Ihr Markt – nicht die inhaltliche Qualität des Standards.

MerkmalISO/IEC 27001TISAXSOC 2BSI IT-Grundschutz
ErgebnisZertifikat, 3 JahreLabel über ENX, 3 JahrePrüfungsberichtZertifikat auf Basis ISO 27001
Grundlageinternationale NormVDA ISAAICPA Trust Services CriteriaBSI-Standards 200-1 bis 200-3
Typischer Marktinternational, AusschreibungenAutomobilindustrieUS-Kunden, SaaSöffentliche Auftraggeber in DE
Prüfende Stelleakkreditierte ZertifizierungsstelleTISAX-PrüfdienstleisterWirtschaftsprüferBSI-zertifizierter Auditor
Besonderheitrisikobasiert, Anwendungsbereich frei wählbarPrüfziele, u. a. PrototypenschutzTyp I punktuell, Typ II über Zeitraummaßnahmenorientiert, hohe Detailtiefe

Mehrere Nachweise, eine Basis

Wer ISO 27001 aufbaut, kann TISAX und SOC 2 auf derselben Kontrollbasis betreiben. Wir richten das ISMS so ein, dass die Nachweise gemeinsam nutzbar sind, statt drei parallele Systeme zu pflegen.

Der Anwendungsbereich entscheidet

ISO 27001 lässt zu, den Anwendungsbereich auf einen Unternehmensteil zu begrenzen – etwa den Rechenzentrums- oder Entwicklungsbetrieb. Das senkt Aufwand und Audittage erheblich. Er muss aber fachlich sinnvoll abgegrenzt sein; ein zu enger Bereich wird von Kunden nicht akzeptiert.

Warum ISO 27001?

Drei Dimensionen, ein Ziel: nachhaltig sichere Informationen.

Sicherheit

  • Schutz sensibler Informationen
  • DSGVO-Compliance Unterstützung
  • Schutz vor Cyberangriffen
  • Incident Response Prozesse
  • Schwachstellenmanagement

Vertrauen

  • Kundenvertrauen stärken
  • Wettbewerbsvorteile sichern
  • Internationale Anerkennung
  • Vorteile bei Ausschreibungen
  • Lieferantenanforderungen erfüllen

Wirtschaftlich

  • Reduzierte Breach-Kosten
  • Versicherungsvorteile
  • BAFA-Förderung bis 80 %
  • Neue Geschäftsmöglichkeiten
  • Schneller Return on Investment

Warum Verinorm als ISO 27001 Berater?

Was uns von anderen ISO 27001 Beratungen unterscheidet.

Anwendungsbereich zuerst

Wir schneiden den Scope, bevor wir Controls diskutieren. Er bestimmt Aufwand, Audittage und Gebühren stärker als jede andere Entscheidung im Projekt – und lässt sich später nur schwer korrigieren.

SoA aus Ihrer Risikoanalyse

Kein befülltes Vorlagen-SoA. Jede Anwendbarkeitsentscheidung ist an Ihre Risikobeurteilung, Rechtspflichten oder Verträge geknüpft – genau die Verbindung, die der Auditor prüft.

NIS2 mitgedacht

Wir prüfen Ihre Betroffenheit nach dem BSIG und richten das ISMS so aus, dass Registrierung, Meldewege und Lieferkettennachweise abgedeckt sind – statt in einem zweiten Projekt.

Unabhängig von Tool und Prüfstelle

Wir verkaufen keine ISMS-Software und sind keiner Zertifizierungsstelle angeschlossen. Bestehende Werkzeuge nutzen wir weiter, wenn sie taugen – kein Vendor-Lock-in.

Datenschutz und Sicherheit zusammen

Informationssicherheit und DSGVO überschneiden sich bei Löschkonzepten, Auftragsverarbeitung und Meldepflichten. Wir bearbeiten beides gemeinsam statt in getrennten Projekten.

Zertifizierung im ersten Anlauf

Alle von uns begleiteten Unternehmen haben das Audit beim ersten Versuch bestanden. Grundlage ist das interne Audit vor Stufe 2, in dem wir Abweichungen vorwegnehmen.

ISO 27001 neben bestehenden Managementsystemen

ISO 27001 folgt derselben Kapitelstruktur wie ISO 9001, unterscheidet sich aber in einem Punkt grundlegend: Sie verlangt eine eigene, dokumentierte Risikobeurteilung je Informationswert und mit dem SoA ein Dokument, das keine andere Norm kennt. Gemeinsam nutzbar sind Kontext, Führung, Dokumentenlenkung, interne Audits und Managementbewertung – das senkt den Aufwand deutlich, ersetzt aber nicht die ISMS-spezifische Arbeit. Enge Berührungspunkte bestehen zur DSGVO, insbesondere bei Löschkonzepten, Auftragsverarbeitung und Meldepflichten.

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Häufige Fragen

FAQ zur ISO 27001 Beratung

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Kosten, Ablauf, Dauer und Anforderungen der ISO 27001 Zertifizierung.

Wie lange dauert eine ISO 27001 Zertifizierung?
Die Dauer bis zur ISO 27001 Zertifizierung beträgt in der Regel 4 bis 8 Monate. Der genaue Zeitrahmen hängt von der Unternehmensgröße, dem vorhandenen Sicherheitsniveau und der Komplexität Ihrer IT-Infrastruktur ab. Bei Unternehmen mit bestehenden Sicherheitsprozessen kann die Zertifizierung auch in 3-4 Monaten erreicht werden.
Welche Anforderungen stellt ISO 27001 an Unternehmen?
ISO 27001:2022 fordert unter anderem: Kontext der Organisation verstehen, Führungsverpflichtung nachweisen, Informationssicherheitsrisiken bewerten, Sicherheitsziele festlegen, 93 Controls aus Annex A prüfen und anwenden, ein Statement of Applicability (SoA) erstellen, interne Audits durchführen und das ISMS kontinuierlich verbessern. Die Norm ist branchenübergreifend anwendbar.
Gibt es eine Förderung für die ISO 27001 Beratung?
Über das BAFA-Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ können bei Vorliegen der Fördervoraussetzungen bis zu 80 % der Beratungskosten erstattet werden; die Quote hängt vom Sitz des Unternehmens ab. Gefördert wird die Beratungsleistung – also Risikoanalyse, ISMS-Aufbau und Auditvorbereitung –, nicht die Gebühr der Zertifizierungsstelle und nicht die Anschaffung von Sicherheitstechnik oder ISMS-Software. Der Antrag muss vor Beratungsbeginn gestellt werden. Verinorm ist in diesem Programm registriert und prüft die Förderfähigkeit vorab mit dem kostenlosen BAFA-Check.
Welche Version der ISO 27001 ist zertifizierungsfähig?
Ausschließlich die ISO/IEC 27001:2022. Die dreijährige Übergangsfrist für Zertifikate nach ISO/IEC 27001:2013 beziehungsweise DIN EN ISO/IEC 27001:2017 endete am 31. Oktober 2025. Diese Zertifikate haben ihren Akkreditierungsstatus verloren und sind ungültig. Wer bis dahin nicht umgestellt hat, benötigt keine Transition mehr, sondern eine Erstzertifizierung nach der Ausgabe 2022.
Was ist der Unterschied zwischen ISO 27001:2022 und ISO 27001:2013?
Die ISO 27001:2022 brachte eine grundlegende Neustrukturierung des Annex A: von 114 Controls in 14 Domänen auf 93 Controls in 4 Kategorien (organisatorisch, personenbezogen, physisch, technologisch). 11 Controls sind neu, darunter Threat Intelligence, Informationssicherheit bei Cloud-Nutzung, Konfigurationsmanagement, Data Leakage Prevention und Secure Coding. Der Anforderungsteil in den Kapiteln 4 bis 10 blieb inhaltlich weitgehend unverändert. Die Übergangsfrist endete am 31. Oktober 2025 – die Umstellung ist damit abgeschlossen, nicht mehr anstehend.
Was ist ein Statement of Applicability (SoA)?
Das Statement of Applicability ist das nach Kapitel 6.1.3 d) verpflichtend zu erstellende Dokument, in dem Sie für jedes der 93 Annex-A-Controls festhalten, ob es anwendbar ist, wie es umgesetzt wird und – bei Nichtanwendbarkeit – warum es ausgeschlossen wurde. Es ist das zentrale Dokument im Zertifizierungsaudit: Der Auditor prüft anhand des SoA, ob Ihre Begründungen zur Risikobeurteilung passen. Ein SoA, das ohne Bezug zur eigenen Risikoanalyse erstellt wurde, ist die häufigste Ursache für Abweichungen.
Müssen alle 93 Controls aus Annex A umgesetzt werden?
Nein. Annex A ist ein Katalog möglicher Maßnahmen, keine Pflichtliste. Sie müssen jedes Control prüfen und die Entscheidung begründen – umsetzen müssen Sie diejenigen, die sich aus Ihrer Risikobeurteilung und aus rechtlichen oder vertraglichen Anforderungen ergeben. Ausschlüsse sind zulässig und üblich: Ein Unternehmen ohne eigene Softwareentwicklung schließt die Controls zur sicheren Entwicklung nachvollziehbar aus. Nicht zulässig ist, ein Control auszuschließen, weil seine Umsetzung aufwendig wäre.
Wie läuft die Risikoanalyse nach ISO 27001 ab?
In vier Schritten nach Kapitel 6.1.2 und 6.1.3: Erstens die Werte und Prozesse im Anwendungsbereich erfassen. Zweitens Risiken identifizieren, üblicherweise über Bedrohungen und Schwachstellen je Wert. Drittens jedes Risiko nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewerten und gegen vorab definierte Akzeptanzkriterien halten. Viertens für jedes nicht akzeptable Risiko eine Behandlungsoption wählen: reduzieren, akzeptieren, vermeiden oder übertragen. Die Methodik ist Ihnen überlassen; Anleitung gibt ISO/IEC 27005. Entscheidend für das Audit ist die Wiederholbarkeit – zwei Personen müssen bei gleichem Sachverhalt zum gleichen Ergebnis kommen.
Verpflichtet NIS2 zu einer ISO-27001-Zertifizierung?
Nein. Das deutsche Umsetzungsgesetz verlangt angemessene, verhältnismäßige Risikomanagementmaßnahmen, schreibt aber keine bestimmte Norm und keine Zertifizierung vor. In der Praxis ist ein ISMS nach ISO 27001 der etablierte Weg, diese Maßnahmen nachzuweisen: Die geforderten Themen – Risikoanalyse, Vorfallbehandlung, Business Continuity, Lieferkettensicherheit, Kryptographie, Zugriffskontrolle, Awareness – sind im Annex A vollständig abgedeckt. Wer ohnehin ein ISMS aufbaut, erfüllt die NIS2-Anforderungen als Nebenergebnis statt in einem zweiten Projekt.
Ist mein Unternehmen von NIS2 betroffen?
Maßgeblich sind Sektor und Größe. Erfasst sind 18 Sektoren, darunter Energie, Verkehr, Gesundheit, Wasser, digitale Infrastruktur, IT-Dienstleistungen, Post- und Kurierdienste, Abfallwirtschaft, Chemie, Lebensmittel, verarbeitendes Gewerbe (unter anderem Maschinenbau, Fahrzeugbau, Medizinprodukte, Elektronik) sowie Anbieter digitaler Dienste. Die Schwellen liegen bei mindestens 50 Mitarbeitenden oder 10 Mio. € Jahresumsatz; für die strengere Kategorie der besonders wichtigen Einrichtungen bei 250 Mitarbeitenden oder 50 Mio. € Umsatz. Einige Einrichtungen sind unabhängig von der Größe erfasst. Die Zahl der betroffenen Unternehmen in Deutschland ist von rund 4.500 auf etwa 29.500 gestiegen. Verbindlich klärt das die Betroffenheitsprüfung des BSI – wir führen sie im Erstgespräch mit Ihnen durch.
Was ist der Unterschied zwischen ISO 27001 und TISAX?
TISAX ist der Prüf- und Austauschmechanismus der Automobilindustrie, inhaltlich basierend auf dem VDA ISA, der wiederum stark an ISO 27001 angelehnt ist. Unterschiede: TISAX kennt keine Zertifizierung, sondern ein Label mit definiertem Prüfziel und Assessment-Level, die Ergebnisse werden über die ENX-Plattform mit Partnern geteilt, und es gibt zusätzliche Prüfziele wie Prototypenschutz. Wer ISO 27001 zertifiziert ist, hat einen großen Teil der TISAX-Anforderungen bereits abgedeckt, muss aber die automobilspezifischen Ergänzungen nachziehen. Umgekehrt gilt das nur eingeschränkt.
Was ist der Unterschied zwischen ISO 27001 und SOC 2?
ISO 27001 zertifiziert ein Managementsystem gegen eine internationale Norm; das Ergebnis ist ein Zertifikat mit drei Jahren Laufzeit. SOC 2 ist ein Prüfungsbericht nach US-amerikanischem Standard (AICPA), in dem ein Wirtschaftsprüfer die Wirksamkeit von Kontrollen beurteilt – als Typ I zu einem Zeitpunkt, als Typ II über einen Zeitraum. Im europäischen Markt und in Ausschreibungen ist ISO 27001 die übliche Anforderung, bei US-Kunden häufig SOC 2. Beide lassen sich auf derselben Kontrollbasis betreiben, sodass doppelter Aufwand vermeidbar ist.
Was kostet eine ISO 27001 Zertifizierung?
Es sind zwei getrennte Kostenblöcke. Die Beratung zum ISMS-Aufbau richtet sich nach Anwendungsbereich, Standortzahl und vorhandenem Sicherheitsniveau; ein Angebot erhalten Sie nach dem kostenlosen Erstgespräch. Davon getrennt liegen die Gebühren der Zertifizierungsstelle, die sich aus Audittagen multipliziert mit dem Tagessatz zuzüglich Reisekosten ergeben. Die Audittage folgen den verbindlichen IAF-Vorgaben und richten sich nach der Zahl der Personen im Anwendungsbereich – nicht nach der Gesamtbelegschaft. Hinzu kommen jährliche Überwachungsaudits und die Rezertifizierung nach drei Jahren. Der Anwendungsbereich ist damit der wirksamste Kostenhebel.
Was ist ein ISMS (Informationssicherheits-Managementsystem)?
Ein ISMS ist ein systematischer Ansatz zum Management sensibler Unternehmensinformationen. Es umfasst Richtlinien, Verfahren, Prozesse und technische Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen. ISO 27001 definiert die Anforderungen an ein wirksames ISMS und bildet die Grundlage für die Zertifizierung.
Braucht mein Unternehmen ISO 27001?
Eine ISO 27001 Zertifizierung ist freiwillig, wird aber zunehmend von Kunden, Partnern und bei Ausschreibungen vorausgesetzt. Besonders für IT-Dienstleister, SaaS-Anbieter, Unternehmen im Gesundheitswesen, Finanzsektor und in der kritischen Infrastruktur ist die Zertifizierung oft eine Grundvoraussetzung. Auch die NIS2-Richtlinie der EU erhöht den Druck auf viele Unternehmen, ein ISMS einzuführen.
Was sind die 93 Controls im Annex A?
Die 93 Controls im Annex A der ISO 27001:2022 sind Sicherheitsmaßnahmen in 4 Kategorien: 37 organisatorische Controls (z.B. Richtlinien, Rollen, Asset-Management), 8 personenbezogene Controls (z.B. Awareness, Disziplinarverfahren), 14 physische Controls (z.B. Zutrittssteuerung, Gerätehandhabung) und 34 technologische Controls (z.B. Kryptographie, Netzwerksicherheit, Cloud-Sicherheit). Im Statement of Applicability (SoA) wird dokumentiert, welche Controls für Ihre Organisation relevant sind.

Bereit für Ihre
ISO 27001 Zertifizierung?

Wir beginnen mit dem Anwendungsbereich und einer Gap-Analyse gegen die ISO/IEC 27001:2022 – und prüfen dabei Ihre NIS2-Betroffenheit nach dem BSIG mit.

  • Scope-Festlegung, bevor Aufwand entsteht
  • Risikoanalyse und SoA, die im Audit tragen
  • NIS2-Betroffenheitsprüfung inklusive, BAFA-Förderung möglich

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