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Verinorm
Bauleiter mit Warnweste und Schutzhelm auf einer Baustelle

ISO 45001 Beratung

Ein Auftraggeber verlangt den Nachweis, die Berufsgenossenschaft hat beanstandet, oder nach einem Unfall steht die Haftungsfrage im Raum. Wir bauen Ihr Arbeitsschutzmanagement nach ISO 45001:2018 auf – in 3 bis 6 Monaten zum Zertifikat.

+49 7141 49 31 28 0
3–6
Monate bis zum Zertifikat
5.4
Beteiligung der Beschäftigten
50–80 %
BAFA-Förderung je nach Region
500+
Unternehmen seit 2008

Die Grundlage prüfen: Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG

  • INFRANEX Engineering GmbH
  • Hochstetter CNC Zerspanungstechnik
  • Sauer Oberflächentechnik
  • Straus GmbH
  • Scherr GmbH Oberflächenbearbeitung
  • VB Fertigungstechnik
  • HUGPLAST
  • CITAKU GmbH
5,0Bewertungen auf Google

Seit 2008 · 500+ beratene Unternehmen · im BAFA-Förderprogramm registriert

Woran ISO-45001-Projekte tatsächlich hängen

An diesen drei Blöcken entstehen im Audit die meisten Abweichungen. Wir beginnen deshalb nicht mit der Norm, sondern mit dem gesetzlich ohnehin Geschuldeten: Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungsnachweise, Bestellungen von Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Steht ein Audittermin bereits fest, sagen wir im kostenlosen Erstgespräch, ob er zu halten ist.

Die Gefährdungsbeurteilung ist unvollständig
Ohne vollständige und aktuelle Beurteilung nach § 5 ArbSchG ist eine Zertifizierung nicht erreichbar – sie ist die Datengrundlage des gesamten Systems.
Die Beteiligung ist nicht belegbar
Die Fachkraft für Arbeitssicherheit hat das System allein erstellt, die Beschäftigten kommen darin nicht vor. Kapitel 5.4 ist damit nicht erfüllt.
Psychische Belastung fehlt
In den Beurteilungen, die wir zu Projektbeginn prüfen, ist sie am häufigsten der fehlende Teil.

Gesetzliche Pflichten und ISO 45001

Die ISO 45001 ist freiwillig – der Arbeitsschutz ist es nicht. Die Norm erfindet keine neuen Pflichten, sondern organisiert bestehende in einem System.

Wer die gesetzlichen Grundlagen erfüllt, hat den größten Teil der Normanforderungen bereits abgedeckt. Wer sie nicht erfüllt, hat kein Zertifizierungsproblem, sondern ein Haftungsproblem.

Hinzu kommen je nach Tätigkeit Arbeitsstättenverordnung, Betriebssicherheitsverordnung und Gefahrstoffverordnung.
MerkmalPflichtEntsprechung in ISO 45001
§ 5 ArbSchGGefährdungsbeurteilung für alle Tätigkeiten, einschließlich psychischer BelastungKapitel 6.1.2 Gefährdungsidentifikation
§ 6 ArbSchGDokumentation der Beurteilung, der Maßnahmen und ihrer WirksamkeitKapitel 7.5 dokumentierte Information
§ 12 ArbSchGUnterweisung bei Einstellung, Veränderung und mindestens jährlichKapitel 7.2 Kompetenz, 7.3 Bewusstsein
§§ 2–3 ASiGBestellung von Betriebsarzt und Fachkraft für ArbeitssicherheitKapitel 5.3 Rollen und Verantwortlichkeiten
§ 11 ASiGArbeitsschutzausschuss bei mehr als 20 Beschäftigten, vierteljährliche SitzungKapitel 5.4 Beteiligung der Beschäftigten
DGUV Vorschrift 1Grundsätze der Prävention, Sicherheitsbeauftragte bei mehr als 20 BeschäftigtenKapitel 5.1 Führung, 8.1 Betrieb
DGUV Vorschrift 2Einsatzzeiten für betriebsärztliche und sicherheitstechnische BetreuungKapitel 7.1 Ressourcen
BetrSichV / GefStoffVPrüfung von Arbeitsmitteln, Gefahrstoffverzeichnis, SubstitutionsprüfungKapitel 8.1.2 Maßnahmenhierarchie
SGB VIIUnfallanzeige an die Berufsgenossenschaft, PräventionspflichtenKapitel 10.2 Vorfalluntersuchung

Gefährdungsbeurteilung prüfen und ergänzen

Wir prüfen Ihre Beurteilungen auf Vollständigkeit und ergänzen, was fehlt – meist Gefahrstoffe und psychische Belastung. Zum Vorgehen: Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG.

Unterweisung nachweisen

§ 12 ArbSchG verlangt die Unterweisung jährlich und anlassbezogen, mit Nachweis. Veraltete Nachweise sind eine der häufigsten Abweichungen im Audit. Für die Durchführung: digitale Sicherheitsunterweisungen.

Schweißer mit Schutzschild bei Arbeiten an einer Stahlkonstruktion

Woran das Audit hängt

Der Auditor prüft nicht Ihre Ordner, sondern den Arbeitsplatz

Im Stufe-2-Audit geht der Auditor in den Betrieb und fragt die Person an der Maschine nach den Gefährdungen ihrer Tätigkeit. Weicht die Antwort von Ihrer Gefährdungsbeurteilung ab, entsteht eine Abweichung – unabhängig davon, wie gut die Unterlagen geschrieben sind.

Deshalb entstehen Beurteilung und Maßnahmen bei uns gemeinsam mit den Beschäftigten, die die Tätigkeit ausführen.

6.1.2
Gefährdungen ermitteln
8.1.2
Maßnahmenhierarchie
5.4
Beteiligung der Beschäftigten
10.2
Vorfälle untersuchen

Die Maßnahmenhierarchie nach Kapitel 8.1.2

Schutzmaßnahmen sind nicht gleichwertig. Kapitel 8.1.2 verlangt eine feste Prüfreihenfolge – von der Beseitigung der Gefährdung bis zur persönlichen Schutzausrüstung. Im deutschen Arbeitsschutz heißt das STOP-Prinzip.

Entscheidend ist nicht, dass eine Maßnahme wirkt, sondern dass die höheren Stufen geprüft und begründet verworfen wurden. Bei Gefahrstoffen verlangt die GefStoffV diese Begründung als Substitutionsprüfung.

  1. 0

    Gefährdung beseitigen

    Das Verfahren, der Stoff oder die Tätigkeit entfällt. Die einzige Stufe, deren Wirkung nicht vom Verhalten einzelner Personen abhängt – und deshalb die erste, die zu prüfen ist.

  2. S

    Substitution

    Ersatz durch einen weniger gefährlichen Stoff oder ein weniger gefährliches Verfahren. Bei Gefahrstoffen ist die Substitutionsprüfung nach GefStoffV verpflichtend und zu dokumentieren, auch wenn sie negativ ausfällt.

  3. T

    Technische Maßnahmen

    Absaugung, Schutzeinrichtung, Absturzsicherung, Lärmkapselung: Mensch und Gefährdung werden räumlich getrennt. Die Maßnahme wirkt unabhängig davon, ob sich jemand an eine Regel erinnert.

  4. O

    Organisatorische Maßnahmen

    Arbeitsverfahren, Zutrittsregelungen, Begrenzung der Expositionszeit, Freigabeverfahren, Unterweisung. Wirkt nur, solange die Regel bekannt ist und eingehalten wird – deshalb erst nach den technischen Maßnahmen.

  5. P

    Personenbezogene Maßnahmen

    Persönliche Schutzausrüstung schützt nur die Person, die sie trägt, und nur solange sie korrekt getragen wird. Sie ist die letzte Stufe und ersetzt keine der vorherigen – PSA als Dauerlösung für eine technisch lösbare Gefährdung ist im Audit eine Abweichung.

Die Balkenbreite zeigt den Rang, keine gemessene Wirksamkeit: Die Norm nennt dazu keine Zahlen.

Was die Norm über die gesetzliche Pflicht hinaus verlangt

Im Erstgespräch kommt fast immer dieselbe Frage: Wir erfüllen doch schon das Arbeitsschutzgesetz – was bringt das Zertifikat zusätzlich? Sieben Punkte.

MerkmalGesetzlicher MindeststandardMit ISO 45001
GefährdungsbeurteilungPflicht nach § 5 ArbSchG. Methodik, Turnus und Form sind nicht vorgeschrieben.Festgelegte Methodik, definierte Anlässe für die Aktualisierung, Nachweis der Wirksamkeit der Maßnahmen.
Beteiligung der BeschäftigtenMitbestimmung über den Betriebsrat, Arbeitsschutzausschuss bei mehr als 20 Beschäftigten.Kapitel 5.4 verlangt Konsultation und Beteiligung ausdrücklich auch der Beschäftigten ohne Führungsfunktion.
Rechtliche AnforderungenEinhaltung wird vorausgesetzt; eine Übersicht der geltenden Vorschriften ist nicht gefordert.Rechtskataster nach Kapitel 6.1.3 mit dokumentierter Bewertung der Einhaltung nach 9.1.2.
VorfälleUnfallanzeige an die Berufsgenossenschaft nach SGB VII bei mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit.Untersuchung von Vorfällen und Beinaheunfällen mit Ursachenanalyse und Wirksamkeitsprüfung nach Kapitel 10.2.
NotfallvorsorgeMaßnahmen für Erste Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung nach § 10 ArbSchG.Kapitel 8.2 verlangt zusätzlich die Erprobung der Notfallplanung und ihre Bewertung.
LeistungsbewertungNicht gefordert.Überwachung und Bewertung nach Kapitel 9.1, Managementbewertung durch die oberste Leitung nach 9.3.
Nachweis nach außenPrüfung durch Aufsichtsbehörde oder Berufsgenossenschaft im Anlassfall.Zertifikat einer unabhängigen, akkreditierten Zertifizierungsstelle – der Nachweis, den Auftraggeber in Ausschreibungen und Lieferantenaudits häufig verlangen.

Über das BAFA-Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ werden bei Vorliegen der Voraussetzungen 50 % (alte Bundesländer) oder 80 % (neue Bundesländer) der Beratungskosten erstattet. Der Antrag muss vor Beratungsbeginn gestellt werden; gefördert wird die Beratung, nicht die Gebühr der Zertifizierungsstelle. Förderfähigkeit kostenlos prüfen oder mehr zur BAFA-Förderung.

ISO 45001 auf einen Blick

Aktuelle Ausgabe
ISO 45001:2018 + Amd 1:2024
Ersetzt
OHSAS 18001
Gültigkeit
3 Jahre
Überwachungsaudit
jährlich
Rezertifizierung
alle 3 Jahre
Normstruktur
High Level Structure
Integrierbar mit
9001, 14001, 27001, 50001

So läuft die Einführung

Sieben Phasen von der Bestandsaufnahme bis zum Zertifikat. Jede mit einem Ergebnis, das Sie prüfen können.

  1. Schritt 1

    Bestandsaufnahme

    2 Wochen

    Abgleich gegen ArbSchG, ASiG und die DGUV-Vorschriften: Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungsnachweise, Bestellungen von Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit. Ergebnis ist eine Aufgabenliste mit Verantwortlichkeiten.

  2. Schritt 2

    Kontext, Rechtskataster und SGA-Politik

    2–3 Wochen

    Interessierte Parteien, bindende Verpflichtungen im Rechtskataster, Arbeitsschutzpolitik und Ziele nach Kapitel 5.2 und 6.2 – abgeleitet aus den Gefährdungen des Betriebs, nicht aus einer Vorlage.

  3. Schritt 3

    Gefährdungsbeurteilung vervollständigen

    4–6 Wochen

    Tätigkeiten, Arbeitsmittel, Gefahrstoffe und psychische Belastung. Die Maßnahmen entstehen entlang der Hierarchie nach Kapitel 8.1.2.

  4. Schritt 4

    Systemaufbau und Dokumentation

    4–5 Wochen

    Abläufe für Beteiligung, Vorfallmeldung, Fremdfirmen, Änderungen und Notfälle. Dokumentiert wird, was Kapitel 7.5 verlangt und was im Betrieb tatsächlich benutzt wird.

  5. Schritt 5

    Unterweisung und Einführung

    5–6 Wochen

    Unterweisung nach § 12 ArbSchG an den eigenen Tätigkeiten, Begehungen, Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses. In dieser Phase entstehen die Nachweise, die das Audit sehen will.

  6. Schritt 6

    Internes Audit und Managementbewertung

    2 Wochen

    Beides ist Voraussetzung für das Zertifizierungsaudit. Hier nehmen wir die Abweichungen vorweg, die sonst der externe Auditor findet.

  7. Schritt 7

    Zertifizierungsaudit

    1–2 Wochen

    Die ausgewählte Zertifizierungsstelle prüft in Stufe 1 Auditbereitschaft und Dokumentation, in Stufe 2 die Wirksamkeit im Betrieb. Bei wechselnden Einsatzstellen auditiert sie auch auf der Baustelle. Wir stimmen die Termine ab und sind dabei.

  8. Projektwoche
    048121620

Die Phasen überschneiden sich: Systemaufbau und Unterweisung laufen parallel zur Gefährdungsbeurteilung. Realistisch sind 3 bis 6 Monate, abhängig von Standortzahl, Branche und dem Stand der bestehenden Beurteilungen.

Was wir übernehmen

  • Bestandsaufnahme gegen ArbSchG, ASiG und DGUV-Vorschriften
  • Methodik und Vorlagen für die Gefährdungsbeurteilung, einschließlich psychischer Belastung
  • Rechtskataster und Bewertung der Einhaltung
  • Abläufe für Beteiligung, Vorfallmeldung, Fremdfirmen und Notfälle
  • Unterweisungskonzept nach § 12 ArbSchG
  • Internes Audit und Vorbereitung der Managementbewertung
  • Auswahl der DAkkS- oder GAC-akkreditierten Zertifizierungsstelle mit Ihnen, Terminabstimmung und Begleitung in Stufe 1 und 2

Was bei Ihnen bleibt

  • Arbeitsschutzpolitik und Ziele durch die oberste Leitung festlegen (Kapitel 5.2, 6.2)
  • Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit bestellen (§§ 2–3 ASiG)
  • Beschäftigte für Begehungen, Beurteilungen und Unterweisungen freistellen
  • Zugang zu Arbeitsplätzen, Einsatzstellen und bestehenden Nachweisen
  • Maßnahmen aus der Gefährdungsbeurteilung umsetzen und Fristen verantworten
  • Teilnahme an internem Audit und Zertifizierungsaudit

Beteiligung der Beschäftigten nach Kapitel 5.4

Konsultation und Beteiligung der Beschäftigten – ausdrücklich auch derjenigen ohne Führungsfunktion. Keine andere ISO-Managementsystemnorm schreibt die Einbeziehung einer bestimmten Personengruppe vor.

Bei mehr als 20 Beschäftigten verlangt § 11 ASiG ohnehin einen Arbeitsschutzausschuss, der vierteljährlich zusammentritt. Er ist der praktischste Beteiligungsnachweis – vorausgesetzt, die Protokolle zeigen Beschlüsse und deren Nachverfolgung, nicht nur Anwesenheit.

Wir legen mit Ihnen fest, wie Beteiligung abläuft und dokumentiert wird, und begleiten die ersten Sitzungen und Begehungen. Danach führen Sie das selbst fort.

Wo Beteiligung verlangt wird

  • Ermittlung von Gefährdungen und Bewertung von Risiken
  • Festlegung von Maßnahmen nach der Maßnahmenhierarchie
  • Untersuchung von Vorfällen und Beinaheunfällen
  • Festlegung der Arbeitsschutzpolitik und -ziele
  • Ermittlung des Schulungsbedarfs
  • Auswahl und Beschaffung persönlicher Schutzausrüstung
  • Beseitigung von Hindernissen für die Beteiligung

Nachweise, die im Audit tragen

  • Protokolle des Arbeitsschutzausschusses mit Beschlüssen und deren Nachverfolgung
  • Begehungsprotokolle mit namentlicher Beteiligung von Beschäftigten
  • Gefährdungsbeurteilungen mit dokumentierter Mitwirkung der Tätigkeitsinhaber
  • nachverfolgte Verbesserungsvorschläge aus der Belegschaft
  • Beinaheunfallmeldungen mit dokumentierter Auswertung

Der letzte Punkt links wird oft überlesen: Barrieren müssen aktiv abgebaut werden – Sprache, Zeitdruck, Sorge vor Nachteilen.

Psychische Belastung ist Pflicht

Die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG umfasst seit 2013 ausdrücklich die psychische Belastung – unabhängig von ISO 45001. Der häufigste Fehler ist, das Thema mit einer einmaligen Mitarbeiterbefragung abzuhaken.

Verlangt sind, wie bei jeder Gefährdung, abgeleitete Maßnahmen und der Nachweis ihrer Wirksamkeit. Wir strukturieren die Beurteilung entlang der Belastungsfaktoren, als Anleitung dient ISO 45003:2021. Praktikabel sind Befragungen, moderierte Analyseworkshops und die Auswertung von Fehlzeiten- und Fluktuationsdaten.

Arbeitsinhalt
Vollständigkeit der Aufgabe, Handlungsspielraum, Qualifikationspassung, Verantwortung.
Arbeitsorganisation
Arbeitszeit, Schichtarbeit, Pausenregelung, Arbeitsintensität, Störungen.
Soziale Beziehungen
Führungsverhalten, Kollegialität, Konflikte, Anerkennung.
Arbeitsumgebung
Lärm, Klima, Beleuchtung, Ergonomie, Arbeitsmittel.
Neue Arbeitsformen
Ständige Erreichbarkeit, mobile Arbeit, Entgrenzung von Arbeit und Privatleben.

Die Faktoren rechts folgen der gängigen Systematik der Belastungsfaktoren.

Dachdecker mit Schutzhelm und Warnweste bei der Arbeit am Dach

Unterweisung

Ein System trägt nur, wenn es an der Tätigkeit ankommt

Wir unterweisen nicht die Norm, sondern die Gefährdungen der jeweiligen Tätigkeit – am eigenen Arbeitsplatz, mit den Betriebsanweisungen, die dort gelten. Die Kapitel 7.2 und 7.3 verlangen den Nachweis von Kompetenz und Bewusstsein, nicht eine Teilnahmeliste.

Warum Verinorm

Seit 2008 haben über 500 Unternehmen mit uns ein Managementsystem aufgebaut – vom Handwerksbetrieb bis zum international tätigen Mittelständler.

Ein Berater, kein Team-Karussell
Derselbe Ansprechpartner von der Bestandsaufnahme bis zum Zertifizierungsaudit.
Neben Ihrer Fachkraft, nicht an ihrer Stelle
Wir ersetzen weder die Fachkraft für Arbeitssicherheit noch den Betriebsarzt, sondern bauen das System um deren Arbeit herum.
Zertifizierung koordiniert
Wir wählen mit Ihnen eine passende, DAkkS- oder GAC-akkreditierte Zertifizierungsstelle aus – nach Branchenkompetenz der Auditoren, Reisekosten und Kombiaudit-Möglichkeit – und stimmen das Audit ab. Audit und Zertifikat liegen bei der Stelle.
Auch für wechselnde Einsatzstellen
Bau, Montage und Instandhaltung sind der schwierige Fall: Die Gefährdungen ändern sich mit jeder Einsatzstelle, und auditiert wird auf der Baustelle.

ISO 45001 im integrierten System

Wer ISO 45001 einführt, hat meist schon ein Managementsystem. Weil alle Normen der High Level Structure folgen, prüft die Zertifizierungsstelle im Kombiaudit – ein Projekt statt zwei.

Am häufigsten ist die Kombination mit ISO 14001 und ISO 9001. Den gemeinsamen Aufbau beschreiben unsere Leistungen zum integrierten Managementsystem.

Enge Verwandtschaft mit ISO 14001
Beide Normen arbeiten mit Rechtskataster, Gefahrstoffen und Notfallvorsorge und werden meist im selben Audit geprüft.
Kapitel 5.4 bleibt eigenständig
Die Beteiligung der Beschäftigten lässt sich aus keinem Qualitätsmanagementsystem übernehmen. Sie ist auch bei bestehendem QM-System neu aufzubauen.

ISO 45001 im Detail

Normanforderungen, Kennzahlen, Fremdfirmen und wechselnde Einsatzstellen – aufgeklappt, wenn Sie es brauchen.

Was ist ISO 45001?

ISO 45001 ist der international anerkannte Standard für Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (SGA). Er beschreibt, wie ein Betrieb Gefährdungen systematisch ermittelt, Maßnahmen ableitet und ihre Wirksamkeit überprüft – branchenübergreifend, vom Handwerksbetrieb bis zum Industriestandort.

Maßgeblich ist die ISO 45001:2018 einschließlich des Amendments von 2024, das den Klimawandel als möglichen Kontextfaktor in Kapitel 4.1 aufgenommen hat. Die Norm hat OHSAS 18001 abgelöst; die Migrationsfrist endete im März 2021.

Weil ISO 45001 der High Level Structure folgt, lässt sie sich als integriertes Managementsystem mit ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001 und ISO 50001 führen. Kontext, Führung, Ressourcen, Audits und Verbesserung werden dann einmal bearbeitet statt je Norm einmal.

Die Normkapitel 4 bis 10

Zertifiziert wird gegen die Kapitel 4 bis 10. Der Aufbau ist identisch mit ISO 9001 und ISO 14001; eigenständig sind vor allem Kapitel 5.4 zur Beteiligung der Beschäftigten und Kapitel 8.1.2 zur Maßnahmenhierarchie.

KapitelInhalt
Kapitel 4Kontext der Organisation, interessierte Parteien, Anwendungsbereich des SGA-Systems
Kapitel 5Führung, Arbeitsschutzpolitik, Rollen, Konsultation und Beteiligung der Beschäftigten
Kapitel 6Risiken und Chancen, Gefährdungsidentifikation, rechtliche Anforderungen, SGA-Ziele
Kapitel 7Ressourcen, Kompetenz, Bewusstsein, Kommunikation, dokumentierte Information
Kapitel 8Betrieb: Maßnahmenhierarchie, Änderungen, Beschaffung und Fremdfirmen, Notfallplanung
Kapitel 9Überwachung, Messung, Bewertung der Einhaltung, internes Audit, Managementbewertung
Kapitel 10Vorfälle, Nichtkonformitäten, Korrekturmaßnahmen, fortlaufende Verbesserung
Kennzahlen im Arbeitsschutz (Kapitel 9.1)

Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen nachlaufenden und vorlaufenden Kennzahlen. Nachlaufende zeigen, was bereits passiert ist. Vorlaufende zeigen, ob das System wirkt, bevor etwas passiert. Wirksame Systeme steuern über die vorlaufenden Größen.

KennzahlArtWas sie zeigt
Tausend-Mann-Quotenachlaufendmeldepflichtige Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter, vergleichbar mit den Branchenwerten Ihrer Berufsgenossenschaft
UnfallschwerenachlaufendAusfalltage je Unfall; zeigt, ob viele leichte oder wenige schwere Ereignisse vorliegen
Ausfalltagequotenachlaufendunfallbedingte Ausfalltage bezogen auf die Gesamtarbeitszeit
Abweichungen im AuditnachlaufendAnzahl und Schweregrad je Audit; zeigt den Reifegrad im Zeitverlauf
Beinaheunfallmeldungenvorlaufendsteigende Zahlen sind ein gutes Zeichen: Sie belegen eine funktionierende Meldekultur
MaßnahmenerledigungsquotevorlaufendAnteil fristgerecht umgesetzter Maßnahmen aus Gefährdungsbeurteilung und Begehungen
BegehungsquotevorlaufendAnteil der geplanten Arbeitsschutzbegehungen, die tatsächlich durchgeführt wurden
UnterweisungsquotevorlaufendAnteil der Beschäftigten mit aktueller Unterweisung nach § 12 ArbSchG
BeteiligungsquotevorlaufendAnteil der Gefährdungsbeurteilungen mit dokumentierter Mitwirkung der Beschäftigten

Eine Unfallquote von null bei gleichzeitig null gemeldeten Beinaheunfällen ist deshalb kein gutes, sondern ein verdächtiges Ergebnis: Sie deutet meist nicht auf einen sicheren Betrieb hin, sondern auf eine fehlende Meldekultur.

Was ISO 45001 dem Betrieb bringt
Schutz der Beschäftigten
Weniger Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, bessere Arbeitsbedingungen, höheres Sicherheitsbewusstsein und eine Belegschaft, die an den Maßnahmen mitwirkt statt sie zu erdulden.
Rechtssicherheit
Nachweis der Erfüllung gesetzlicher Anforderungen und der Sorgfaltspflicht, geringeres Haftungsrisiko für die verantwortlichen Personen, belastbare Dokumentation gegenüber Aufsichtsbehörde und Berufsgenossenschaft.
Wirtschaftliche Wirkung
Weniger Ausfallzeiten und Produktionsunterbrechungen, Vorteile bei Ausschreibungen und Lieferantenaudits, ein Argument im Wettbewerb um Fachkräfte. Die Beratung ist für KMU über das BAFA-Programm förderfähig.
ISO 45001 bei wechselnden Einsatzstellen

Bau, Montage und Instandhaltung sind der schwierige Fall. Die Gefährdungen ändern sich mit jeder Einsatzstelle, Fremdfirmen arbeiten parallel im selben Bereich, und die Zertifizierungsstelle auditiert nicht nur im Büro, sondern auf der Baustelle. Das ist auch der wesentliche Kostenunterschied zu einem ISO-9001-Projekt.

Praktisch braucht es dafür eine Gefährdungsbeurteilung, die sich auf der Einsatzstelle fortschreiben lässt, eine geregelte Koordination nach § 8 ArbSchG mit den anderen tätigen Firmen, tätigkeitsbezogene Unterweisungen vor Ort und eine Notfallplanung, die für jede Einsatzstelle beantwortet, wer alarmiert und wer Erste Hilfe leistet.

Fremdfirmen, Änderungen und Notfälle (Kapitel 8)

Kapitel 8.1.3 verlangt, geplante Änderungen vorher zu bewerten: neue Arbeitsmittel, geänderte Verfahren, neue Stoffe, aber auch Umbauten und Personalveränderungen. Kapitel 8.1.4 erstreckt das System auf Beschaffung, Auftragnehmer und ausgegliederte Prozesse – der Arbeitsschutz endet nicht an der eigenen Belegschaft.

Kapitel 8.2 fordert die Vorbereitung auf Notfälle und, soweit machbar, deren Erprobung: Alarmierung, Evakuierung, Erste Hilfe, Verhalten bei Stoffaustritt. Ein Plan, der nie geübt wurde, wird im Audit regelmäßig zur Abweichung.

Häufige Fragen zur ISO 45001 Beratung und Zertifizierung

Kosten, Ablauf, Rollenverteilung, Dauer, gesetzliche Pflichten und Förderung.

Wie lange dauert eine ISO 45001 Zertifizierung?
Meist drei bis sechs Monate, mit bestehenden Arbeitsschutzprozessen auch zwei bis drei. Den größten Einfluss hat der Stand Ihrer Gefährdungsbeurteilungen.
Gibt es eine Förderung für die ISO 45001 Beratung?
Ja, für KMU über das BAFA: 50 % der Beratungskosten in den alten, 80 % in den neuen Bundesländern, bei höchstens 3.500 € Bemessungsgrundlage. Der Antrag muss vor Beratungsbeginn gestellt sein; die Gebühr der Zertifizierungsstelle ist nicht förderfähig.
Was ist der Unterschied zwischen ISO 45001 und OHSAS 18001?
ISO 45001 hat OHSAS 18001 abgelöst; die Migrationsfrist endete im März 2021. Wer noch ein OHSAS-Zertifikat hat, braucht eine Erstzertifizierung nach ISO 45001. Neu waren vor allem die gemeinsame Normstruktur, mehr Führungsverantwortung und die Beteiligung der Beschäftigten.
Welche gesetzlichen Pflichten gelten unabhängig von ISO 45001?
Vor allem Gefährdungsbeurteilung, Dokumentation und Unterweisung nach §§ 5, 6 und 12 ArbSchG, Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit nach ASiG sowie DGUV Vorschrift 1 und 2. ISO 45001 ordnet diese Pflichten in einem System, ersetzt sie aber nicht.
Was verlangt Kapitel 5.4 zur Beteiligung der Beschäftigten?
Beschäftigte – ausdrücklich auch ohne Führungsfunktion – werden bei Gefährdungsermittlung, Maßnahmen und Vorfalluntersuchung beteiligt; Hindernisse dafür sind abzubauen. Nachweise sind etwa Protokolle des Arbeitsschutzausschusses und Begehungen mit Beteiligung.
Brauchen wir einen Arbeitsschutzausschuss?
Bei mehr als 20 Beschäftigten ja (§ 11 ASiG), mit Sitzung mindestens vierteljährlich. Für ISO 45001 ist er der praktischste Beteiligungsnachweis – wenn die Protokolle Beschlüsse und ihre Umsetzung zeigen.
Wie wird psychische Belastung berücksichtigt?
Sie gehört seit 2013 ausdrücklich zur Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG. ISO 45001 verlangt, sie wie jede andere Gefährdung zu bewerten; ISO 45003 dient als Leitfaden. Bewährt sind Befragungen, Analyseworkshops und die Auswertung von Fehlzeiten.
Welche Kennzahlen sind im Arbeitsschutzmanagement üblich?
Nachlaufend etwa die Tausend-Mann-Quote und Ausfalltage je Unfall, vorlaufend etwa gemeldete Beinaheunfälle, Begehungs- und Unterweisungsquote. Gesteuert wird über die vorlaufenden Kennzahlen.
Kommt eine Revision der ISO 45001?
Ja, sie läuft: Der Entwurf stand im Sommer 2026 zur Abstimmung, ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest. Bis dahin gilt die ISO 45001:2018 mit Amendment 1:2024. Stand: Oktober 2026.
Was kostet eine ISO 45001 Zertifizierung?
Zwei getrennte Kostenblöcke: die Beratung als Festpreis nach dem Erstgespräch und die Gebühren der Zertifizierungsstelle – Auditzeit nach IAF MD 5 mal Tagessatz plus Reisekosten. Bei wechselnden Einsatzstellen kommen Baustellenaudits hinzu. Im Angebot weisen wir beides getrennt aus.
Wie läuft die ISO 45001 Beratung bei Verinorm ab?
Erstgespräch und Bestandsaufnahme, Gefährdungsbeurteilung vervollständigen, System aufbauen, unterweisen, internes Audit – dann Koordination und Begleitung des Zertifizierungsaudits. Ein Ansprechpartner von Anfang bis Zertifikat.
Was übernimmt Verinorm, was die Zertifizierungsstelle?
Wir bauen das Arbeitsschutzmanagement mit Ihnen auf, bereiten das Audit vor, wählen mit Ihnen die Zertifizierungsstelle aus und begleiten Stufe 1 und 2. Die Zertifizierungsstelle auditiert, entscheidet über die Zertifizierung und stellt das Zertifikat aus.
Wie wird die Zertifizierungsstelle ausgewählt?
Gemeinsam mit Ihnen, aus mehreren eigenständigen, DAkkS- oder GAC-akkreditierten Stellen. Wichtig sind Erfahrung der Auditoren mit Ihren Tätigkeiten – etwa Bau und Montage –, Reisekosten und ein mögliches Kombiaudit mit ISO 9001 oder ISO 14001.
Ist die ISO 45001 Zertifizierung für mein Unternehmen Pflicht?
Gesetzlich nicht. In Bau, Industrie und bei öffentlichen Aufträgen verlangen Auftraggeber sie aber zunehmend.

ISO 45001 Beratung vor Ort: Wir sitzen in Ludwigsburg und begleiten Unternehmen im Raum Ludwigsburg, Stuttgart, Heilbronn, Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg und deutschlandweit. Alle Standorte.

Bereit für Ihre ISO 45001 Zertifizierung?

Wir beginnen mit Ihren Gefährdungsbeurteilungen und Unterweisungsnachweisen. Was dort steht, entscheidet, wie weit der Weg zum Zertifikat noch ist.

  • Abgleich gegen ArbSchG, ASiG und DGUV-Vorschriften
  • Beteiligung der Beschäftigten nach Kapitel 5.4 belegbar aufgebaut
  • psychische Belastung mit einbezogen, nicht ausgeklammert
Aydogan Domurcuk, Geschäftsführer bei Verinorm

Ihr Ansprechpartner

Aydogan Domurcuk

Geschäftsführer

+49 7141 49 31 28 0

Antwort innerhalb eines Werktags. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.