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ISO 50001:2018

ISO 50001 Beratung
für Ihr Unternehmen.

Wir begleiten Sie von der Energieanalyse bis zur erfolgreichen Zertifizierung durch eine akkreditierte Stelle.. BAFA-Förderung bis 80 %. Über 500 Unternehmen erfolgreich beraten. Seit 2008, mit IAF-anerkannten Partnern.

20–30 %
Typisches Einsparpotenzial bei Energie
500+
Von Verinorm beratene Unternehmen
3–6
Monate bis zur Zertifizierung
80 %
BAFA-Förderung möglich

Was ist ISO 50001?

ISO 50001 ist der weltweit anerkannte Standard für Energiemanagementsysteme (EnMS). Er bietet einen systematischen Ansatz zur kontinuierlichen Verbesserung der energiebezogenen Leistung, einschließlich Energieeffizienz, Energieeinsatz und -verbrauch.

Die aktuelle Version ISO 50001:2018 hilft Organisationen jeder Größe und Branche, ihren Energieverbrauch systematisch zu reduzieren, CO2-Emissionen zu senken und gesetzliche Anforderungen wie die Energieauditpflicht nach EDL-G zu erfüllen.

Eine ISO 50001 Beratung unterstützt Ihr Unternehmen dabei, Energiekosten nachhaltig zu senken und die Anforderungen des EDL-G dauerhaft zu erfüllen. Unsere erfahrenen Berater identifizieren Einsparpotenziale und führen Sie auf dem kürzesten Weg zum Zertifikat – ohne unnötige Bürokratie.

Durch die High Level Structure (HLS) lässt sich ISO 50001 als Integriertes Managementsystem mit ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 und ISO 27001 kombinieren.

ISO 50001:2018
Aktuelle Normversion
Gültigkeit3 Jahre
ÜberwachungsauditJährlich
RezertifizierungAlle 3 Jahre
NormstrukturHigh Level Structure
FokusEnergiebezogene Leistung
ErsetztEnergieaudit nach EDL-G
Integrierbar mit9001, 14001, 45001, 27001
„Energie, die nicht verbraucht wird, ist die sauberste und günstigste Energie.“
Einsparpotenziale

Typische Bereiche für Energieeinsparung

In vielen Bereichen schlummern erhebliche Einsparpotenziale. Wir helfen Ihnen, diese zu identifizieren und systematisch zu nutzen.

01

Beleuchtung

Einsparpotenzial: 50–80 %

LED-Umstellung, Tageslichtnutzung, Bewegungsmelder: schnell umsetzbar mit hohem Einsparpotenzial.

02

Heizung & Kühlung

Einsparpotenzial: 20–40 %

Wärmerückgewinnung, Dämmung, Gebäudeautomation: signifikante Reduktion der thermischen Energiekosten.

03

Produktion

Einsparpotenzial: 15–30 %

Prozessoptimierung, effiziente Antriebe, Lastmanagement: nachhaltige Einsparungen im Kerngeschäft.

04

Druckluft

Einsparpotenzial: 30–50 %

Leckagebeseitigung, Druckabsenkung, Wärmerückgewinnung: einer der größten Energiefresser im Betrieb.

Sie möchten Ihre Energiekosten systematisch senken?

Unsere ISO 50001 Berater analysieren Ihren aktuellen Energieverbrauch und erstellen einen individuellen Fahrplan für Ihre Zertifizierung.

Jetzt Angebot anfordern
Fundament

6 Kernelemente

Ein wirksames Energiemanagementsystem basiert auf diesen fundamentalen Elementen.

01

Energetische Bewertung

Systematische Analyse des Energieverbrauchs und Identifikation von Einsparpotenzialen: Energieanalyse, Baseline, EnPIs.

02

Energieziele

Festlegung messbarer Ziele zur kontinuierlichen Verbesserung der Energieleistung: Zielsetzung, Aktionspläne, Monitoring.

03

Betriebliche Steuerung

Kontrolle energierelevanter Prozesse und Anlagen für optimale Effizienz: Prozesssteuerung, Wartung, Beschaffung.

04

Energiekennzahlen (EnPIs)

Entwicklung und Überwachung von Kennzahlen zur Messung der Energieleistung: KPIs, Benchmarking, Reporting.

05

Bewusstsein & Kompetenz

Schulung und Sensibilisierung aller Mitarbeiter für energieeffizientes Verhalten: Schulungen, Awareness, Motivation.

06

Kontinuierliche Verbesserung

Ständige Optimierung der energiebezogenen Leistung durch den PDCA-Zyklus: Audits, Management Review.

Methodik

Plan. Do.
Check. Act.

Der PDCA-Zyklus ist das Herzstück der ISO 50001. Er stellt sicher, dass Ihr EnMS sich systematisch und messbar verbessert – Zyklus für Zyklus, für stetig sinkende Energiekosten und CO2-Emissionen.

Im Rahmen unserer ISO 50001 Beratung implementieren wir den PDCA-Zyklus so, dass er zu Ihren bestehenden Abläufen passt – praxisnah und ohne unnötige Komplexität.

P

Planen

Energetische Bewertung, Baseline festlegen, Energieziele und Aktionspläne definieren

D

Umsetzen

Maßnahmen implementieren, Mitarbeiter schulen, energieeffiziente Prozesse einführen

C

Prüfen

EnPIs überwachen, Energieverbrauch messen, interne Audits durchführen

A

Handeln

Korrekturmaßnahmen ableiten, Energieleistung optimieren, nächsten Zyklus starten

Prozess

8 Schritte zur
Zertifizierung

Klar definiert, transparent geplant. In 3 bis 6 Monaten führen wir Sie von der Energieanalyse bis zur Zertifizierung durch eine akkreditierte Stelle.

01

Energieaudit

Erfassung und Analyse des aktuellen Energieverbrauchs und der Energieströme im Unternehmen.

02

Energetische Bewertung

Identifikation wesentlicher Energieverbraucher und konkreter Einsparpotenziale.

03

Baseline & EnPIs

Festlegung der energetischen Ausgangsbasis und Energieleistungskennzahlen.

04

Ziele & Aktionspläne

Definition von Energiezielen und konkreten Maßnahmen zur Zielerreichung.

05

Systemaufbau

Entwicklung von Prozessen und Verfahren gemäß ISO 50001, maßgeschneidert für Ihr Unternehmen.

06

Schulung

Training der Mitarbeiter in Energieeffizienz und energiebewusstem Verhalten.

07

Internes Audit

Überprüfung der Wirksamkeit des implementierten Systems. Letzte Nachbesserungen.

08

Zertifizierung

Externe Auditierung durch akkreditierte, IAF-anerkannte Zertifizierungsstelle.

Normkapitel

Struktur der ISO 50001 – Anforderungen im Überblick

Die Norm folgt der High Level Structure, identisch aufgebaut wie ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 und weitere Standards. Ideal für ein IMS.

4

Kontext der Organisation

Umfeld, interessierte Parteien, Anwendungsbereich

5

Führung

Führungsverpflichtung, Energiepolitik, Rollen, Energieteam

6

Planung

Risiken & Chancen, energetische Bewertung, EnPIs, Baseline, Ziele

7

Unterstützung

Ressourcen, Kompetenz, Bewusstsein, Kommunikation, Dokumentation

8

Betrieb

Betriebliche Steuerung, Auslegung, Beschaffung von Energie

9

Bewertung der Leistung

Überwachung, Messung, Analyse, Audit, Managementbewertung

10

Verbesserung

Nichtkonformität, Korrekturmaßnahmen, fortlaufende Verbesserung

EnEfG

Pflicht nach dem Energieeffizienzgesetz

Das Energieeffizienzgesetz ist seit dem 18. November 2023 in Kraft. Nach § 8 EnEfG müssen Unternehmen mit einem durchschnittlichen Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 7,5 GWh in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem nach EMAS betreiben. Die Frist dafür lief am 18. Juli 2025 ab.

Stand: Juli 2026. Zu Schwellenwerten und Fristen des EnEfG und des EDL-G läuft eine Novellierung; die dort diskutierten Werte sind noch nicht abschließend. Verbindlich sind der Gesetzestext und die Angaben des BAFA – wir prüfen Ihre konkrete Betroffenheit im Erstgespräch.

§ 8 – Systempflicht

Über 7,5 GWh Durchschnittsverbrauch: zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder EMAS. Ein Energieaudit genügt hier nicht.

§ 9 – Umsetzungspläne

Über 2,5 GWh: Umsetzungspläne für die als wirtschaftlich bewerteten Maßnahmen erstellen und veröffentlichen. Die Veröffentlichungspflicht wird häufig übersehen.

DIN EN 17463 (VALERI)

Identifizierte Maßnahmen müssen nach diesem Verfahren auf Wirtschaftlichkeit bewertet werden. Eine Maßnahmenliste ohne Wirtschaftlichkeitsrechnung erfüllt die Anforderung nicht.

Frist verpasst – was jetzt?

Die Systemfrist ist abgelaufen, die Pflicht bleibt bestehen. Das BAFA prüft die Einhaltung über Stichproben. Wer betroffen ist und noch kein System betreibt, sollte die Einführung nicht weiter aufschieben: Von der ersten energetischen Bewertung bis zum Zertifikat sind realistisch drei bis sechs Monate anzusetzen, und die Auditkapazität der Zertifizierungsstellen ist begrenzt.

Sinnvoll ist der pragmatische Weg: energetische Bewertung und Maßnahmenbewertung nach VALERI zuerst – damit erfüllen Sie die Pflicht aus § 9 und schaffen gleichzeitig die inhaltliche Basis für die Zertifizierung nach § 8.

Wirtschaftlichkeit

Steuern, Förderung und der Wegfall des Spitzenausgleichs

Der Spitzenausgleich existiert nicht mehr. Die Entlastung nach § 10 StromStG und § 55 EnergieStG ist zum 31. Dezember 2023 ausgelaufen und wurde nicht verlängert. Seit dem Antragsjahr 2024 ist für Strom- und Energiesteuerentlastungen kein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 und kein alternatives System nach SpaEfV mehr nachzuweisen.

Das ist die wichtigste Änderung der Wirtschaftlichkeitsrechnung der letzten Jahre – und sie steht auf vielen Anbieterseiten noch falsch. Wer ISO 50001 heute mit dem Spitzenausgleich begründet, rechnet mit einem Vorteil, den es seit über zwei Jahren nicht gibt. Die tragfähigen Argumente sind andere:

Erfüllung der Systempflicht

Oberhalb der Schwelle des § 8 EnEfG ist das Managementsystem keine Option, sondern Pflicht. ISO 50001 und EMAS sind die beiden vorgesehenen Wege.

Befreiung von der Energieauditpflicht

Ein zertifiziertes Energiemanagementsystem ersetzt das wiederkehrende Energieaudit nach EDL-G. Bei mehreren Standorten ist das der größere Kostenhebel.

Realisierte Einsparungen

Der eigentliche wirtschaftliche Effekt. Die Norm erzwingt, die wesentlichen Energieeinsätze zu kennen und die Entwicklung normalisiert zu messen – erst dadurch werden Maßnahmen belastbar bewertbar.

BAFA-Förderung der Beratung

Die Beratungsleistung zur Einführung ist für KMU über das BAFA-Programm förderfähig, nicht die Gebühr der Zertifizierungsstelle und nicht die Investition in Anlagen.

Unabhängig davon wurde die Stromsteuer für das produzierende Gewerbe deutlich gesenkt. Diese Entlastung ist aber nicht an ein Energiemanagementsystem gekoppelt und daher kein Argument für oder gegen die Zertifizierung. Ihre konkrete steuerliche Situation klären Sie mit Ihrer Steuerberatung; wir bewerten die energetische Seite.

Abgrenzung

ISO 50001, EMAS oder Energieaudit?

Drei Wege, unterschiedlicher Aufwand und unterschiedliche regulatorische Wirkung. Welcher passt, hängt vom Verbrauch und davon ab, ob ein Umweltmanagementsystem ohnehin geplant ist.

MerkmalISO 50001EMASEnergieaudit (EDL-G)
ArtManagementsystem, fortlaufendUmweltmanagementsystem mit UmwelterklärungMomentaufnahme, alle 4 Jahre
GrundlageISO 50001:2018EU-Verordnung 1221/2009DIN EN 16247-1
Erfüllt § 8 EnEfGjajanein
Befreit von Energieauditpflichtjajaentfällt
Externe Prüfungakkreditierte ZertifizierungsstelleUmweltgutachter, RegistereintragEnergieauditor
Aufwandmittel bis hoch, dauerhafthoch, inkl. Veröffentlichungspflichtgering, aber wiederkehrend
Sinnvoll wennVerbrauch über Systemschwelle oder Einsparpotenzial hochUmweltmanagement ohnehin geplant, Außenwirkung gewünschtVerbrauch unter Systemschwelle, kein Systemaufbau geplant

In der Praxis fällt die Entscheidung meist zwischen ISO 50001 und dem Energieaudit. EMAS lohnt vor allem, wenn ein Umweltmanagementsystem ohnehin aufgebaut wird – dann lassen sich Energie- und Umweltthemen in einem System führen und gemeinsam auditieren.

Warum ISO 50001?

Drei Dimensionen, ein Ziel: nachhaltig niedrigere Energiekosten.

Kosteneinsparung

  • Reduzierte Energiekosten
  • Optimierter Ressourceneinsatz
  • Vermeidung von Energieverschwendung
  • Schneller ROI der Maßnahmen
  • BAFA-Förderung bis 80 %

Umwelt & Compliance

  • Reduzierte CO2-Emissionen
  • Beitrag zum Klimaschutz
  • Erfüllung gesetzlicher Anforderungen
  • Energieauditpflicht (EDL-G) erfüllt
  • Steuerliche Vorteile möglich

Wettbewerb

  • Imagegewinn bei Kunden
  • Erfüllung von ESG-Kriterien
  • Differenzierung am Markt
  • Nachhaltige Unternehmensführung
  • Zukunftsfähigkeit sichern

Warum Verinorm als ISO 50001 Berater?

Was uns von anderen ISO 50001 Beratungen unterscheidet.

Betroffenheit zuerst klären

Wir ermitteln Ihren Gesamtendenergieverbrauch nach der Definition des EnEfG, bevor wir über Systeme sprechen. Ob § 8, § 9 oder nur die Energieauditpflicht greift, entscheidet über Umfang und Kosten des gesamten Vorhabens.

Normalisierte Kennzahlen

Wir richten EnPIs und energetische Ausgangsbasis so ein, dass sie Produktions- und Wetterschwankungen herausrechnen. Sonst weist das System Einsparungen aus, die nur eine schwächere Auslastung sind – und der Auditor erkennt das.

Wirtschaftlichkeit nach VALERI

Maßnahmen bewerten wir nach DIN EN 17463, wie das EnEfG es verlangt. Damit ist der Umsetzungsplan nach § 9 belastbar und die Investitionsentscheidung nachvollziehbar begründet.

Unabhängig von Technikanbietern

Wir verkaufen keine Messtechnik, keine Energiemanagement-Software und keine Anlagen. Unsere Maßnahmenempfehlungen folgen der Wirtschaftlichkeitsrechnung, nicht einem Produktkatalog.

Ein Berater, kein Team-Karussell

Derselbe Ansprechpartner von der energetischen Bewertung bis zum Zertifizierungsaudit – und im Audit an Ihrer Seite, wenn Kennzahlenlogik und Normalisierung erklärt werden müssen.

Zertifizierung im ersten Anlauf

Alle von uns begleiteten Unternehmen haben das Audit beim ersten Versuch bestanden. Grundlage ist das interne Audit vor Stufe 2, in dem wir Abweichungen vorwegnehmen.

ISO 50001 und ISO 14001 im gemeinsamen System

Die naheliegendste Kombination ist ISO 14001: Energie ist dort ohnehin ein wesentlicher Umweltaspekt, und Rechtsregister, Kennzahlenerhebung und Auditplanung überschneiden sich weitgehend. Wer EMAS anstrebt, deckt damit zugleich die Systempflicht des EnEfG ab. Mit ISO 9001 teilt die ISO 50001 die Kapitelstruktur, bleibt aber in einem Punkt eigenständig: Sie verlangt den Nachweis einer verbesserten energiebezogenen Leistung – eine messbare Anforderung, die keine andere Managementsystemnorm kennt.

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Häufige Fragen

FAQ zur ISO 50001 Beratung

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Ablauf, Dauer und Anforderungen der ISO 50001 Zertifizierung.

Wie lange dauert eine ISO 50001 Zertifizierung?
Die Dauer bis zur ISO 50001 Zertifizierung beträgt in der Regel 3 bis 6 Monate. Der genaue Zeitrahmen hängt von der Unternehmensgröße, der Komplexität der Energieströme und dem vorhandenen Dokumentationsstand ab. Unternehmen mit bereits etabliertem Energiemanagement können die Zertifizierung auch in 2-3 Monaten erreichen.
Welche Anforderungen stellt ISO 50001 an Unternehmen?
ISO 50001:2018 fordert unter anderem: den Kontext der Organisation verstehen, eine Energiepolitik festlegen, eine energetische Bewertung durchführen, Energieleistungskennzahlen (EnPIs) und eine energetische Ausgangsbasis definieren, Energieziele setzen, betriebliche Steuerung sicherstellen, interne Audits durchführen und das Energiemanagementsystem kontinuierlich verbessern.
Gibt es eine Förderung für die ISO 50001 Beratung?
Über das BAFA-Förderprogramm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ können bei Vorliegen der Fördervoraussetzungen bis zu 80% der Beratungskosten erstattet werden. Das Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Sitz in Deutschland; über die Bewilligung entscheidet die zuständige Behörde. Verinorm ist in diesem Programm als Beratungsunternehmen registriert, unterstützt Sie bei der Antragstellung und prüft vorab Ihre Förderfähigkeit mit unserem kostenlosen BAFA-Check.
Was ist der Unterschied zwischen ISO 50001 und einem Energieaudit nach EDL-G?
Ein Energieaudit nach EDL-G (DIN EN 16247-1) ist eine einmalige Bestandsaufnahme des Energieverbrauchs, die alle vier Jahre wiederholt werden muss. ISO 50001 hingegen ist ein dauerhaftes Managementsystem mit kontinuierlicher Verbesserung. Unternehmen mit ISO 50001 Zertifizierung sind von der Energieauditpflicht nach EDL-G befreit.
Für welche Unternehmen ist ISO 50001 sinnvoll?
Für zwei Gruppen. Erstens für Unternehmen, die nach § 8 EnEfG zur Einführung eines Energiemanagementsystems verpflichtet sind – dort ist ISO 50001 neben EMAS der vorgesehene Weg. Zweitens für energieintensive Betriebe aus produzierender Industrie, Logistik, Lebensmittelbranche und Gebäudewirtschaft, bei denen sich die Einsparungen unabhängig von jeder Pflicht rechnen. Wer der Energieauditpflicht unterliegt, kann mit ISO 50001 zusätzlich das wiederkehrende Audit nach EDL-G ersetzen.
Wie läuft die ISO 50001 Beratung bei Verinorm ab?
Unsere ISO 50001 Beratung folgt einem bewährten 8-Schritte-Prozess: 1) Kostenlose Erstberatung und Energieaudit, 2) Energetische Bewertung, 3) Baseline und EnPIs festlegen, 4) Energieziele und Aktionspläne definieren, 5) Systemaufbau nach ISO 50001, 6) Schulung Ihrer Mitarbeiter, 7) Internes Audit, 8) Begleitung beim Zertifizierungsaudit. Wir begleiten Sie durch den gesamten Prozess.
Wie lange ist ein ISO 50001 Zertifikat gültig?
Ein ISO 50001 Zertifikat ist 3 Jahre gültig. In dieser Zeit finden jährliche Überwachungsaudits statt, bei denen die fortlaufende Konformität und die Verbesserung der energiebezogenen Leistung geprüft werden. Nach 3 Jahren erfolgt ein vollständiges Rezertifizierungsaudit. Verinorm begleitet Sie auch nach der Erstzertifizierung bei der Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung Ihres EnMS.
Was kostet eine ISO 50001 Zertifizierung?
Die Kosten einer ISO 50001 Zertifizierung setzen sich aus Beratungskosten und Zertifizierungskosten zusammen. Die Beratung liegt je nach Unternehmensgröße typischerweise zwischen 5.000 € und 25.000 €. Die externen Auditkosten der Zertifizierungsstelle bewegen sich zwischen 3.000 € und 15.000 €. Über die BAFA-Förderung können bis zu 80 % der Beratungskosten erstattet werden, wodurch sich die Gesamtinvestition deutlich reduziert. Eingesparte Energiekosten amortisieren die Investition in der Regel innerhalb von 12–24 Monaten.
Welche Kosten verursacht der laufende Betrieb eines ISO 50001 Systems?
Nach der Erstzertifizierung fallen jährliche Kosten für das Überwachungsaudit (typischerweise 1.500–5.000 €) sowie interner Aufwand für Datenerhebung, internes Audit und Management Review an. Diese Kosten werden in vielen Fällen durch die realisierten Energieeinsparungen kompensiert. Hinzu kommt ein regulatorischer Nutzen: Ein zertifiziertes Energiemanagementsystem befreit von der wiederkehrenden Energieauditpflicht nach EDL-G und erfüllt die Systempflicht aus § 8 EnEfG.
Gibt es für ISO 50001 noch den Spitzenausgleich?
Nein. Der strom- und energiesteuerliche Spitzenausgleich nach § 10 StromStG und § 55 EnergieStG ist zum 31. Dezember 2023 ausgelaufen und wurde nicht verlängert. Seit dem Antragsjahr 2024 ist für Entlastungen bei der Strom- und Energiesteuer kein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 und kein alternatives System nach SpaEfV mehr nachzuweisen. Wer im Netz noch Seiten findet, die den Spitzenausgleich als Vorteil der ISO 50001 nennen, liest einen veralteten Stand. Der heutige Treiber ist nicht die Steuerentlastung, sondern die Systempflicht nach § 8 EnEfG und die Befreiung von der Energieauditpflicht.
Wer ist nach dem EnEfG zur Einführung eines EnMS verpflichtet?
Nach § 8 EnEfG müssen Unternehmen, deren durchschnittlicher Gesamtendenergieverbrauch in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren mehr als 7,5 GWh betrug, ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem nach EMAS einrichten. Die Frist dafür lief am 18. Juli 2025 ab. Unternehmen mit mehr als 2,5 GWh müssen nach § 9 EnEfG Umsetzungspläne für die als wirtschaftlich bewerteten Maßnahmen erstellen und veröffentlichen. Die Einhaltung prüft das BAFA über Stichproben. Stand: Juli 2026 – zu Schwellenwerten und Fristen läuft eine Novellierung, prüfen Sie den aktuellen Stand beim BAFA.
Was ist DIN EN 17463 (VALERI) und warum ist sie relevant?
DIN EN 17463 – bekannt als VALERI – ist das Verfahren zur Bewertung energiebezogener Investitionen. Das EnEfG verlangt, die im Energiemanagementsystem oder Energieaudit identifizierten Maßnahmen nach dieser Norm auf ihre Wirtschaftlichkeit zu bewerten. Praktisch bedeutet das: Eine Maßnahmenliste allein genügt nicht, jede Maßnahme braucht eine nachvollziehbare Wirtschaftlichkeitsrechnung über die Nutzungsdauer. Genau diese Bewertung entscheidet dann darüber, was in den Umsetzungsplan nach § 9 EnEfG aufgenommen werden muss.
Kommt eine Revision der ISO 50001?
Derzeit ist keine Nachfolgeausgabe offiziell angekündigt. Maßgeblich ist die ISO 50001:2018, ergänzt durch das Amendment von 2024, mit dem – wie bei ISO 9001, ISO 14001 und ISO 45001 – der Klimawandel als möglicher Kontextfaktor aufgenommen wurde. Die Harmonized Structure setzt die ISO 50001 bereits seit der Ausgabe 2018 um; sie ist damit keine kommende Änderung. Sollte eine Revision angekündigt werden, gilt üblicherweise eine dreijährige Übergangsfrist ab Veröffentlichung.
Reicht ein Energieaudit nach EDL-G statt ISO 50001?
Das hängt vom Verbrauch ab. Wer unter der Systemschwelle des § 8 EnEfG liegt, aber der Energieauditpflicht unterliegt, kann diese mit einem Audit nach DIN EN 16247-1 erfüllen – alle vier Jahre wiederkehrend. Oberhalb der Systemschwelle genügt das Audit nicht, dort ist ein Managementsystem nach ISO 50001 oder EMAS gefordert. Wirtschaftlich lohnt der Wechsel zum System oft schon vorher: Das Audit ist eine Momentaufnahme ohne Steuerungswirkung, während ISO 50001 die Einsparungen dauerhaft erschließt und von der Auditpflicht befreit.
Welche Energiekennzahlen verlangt ISO 50001 konkret?
Die Norm verlangt keine bestimmten Kennzahlen, sondern ein System aus drei Elementen: die wesentlichen Energieeinsätze (SEU) als die Verbraucher mit dem größten Anteil oder Verbesserungspotenzial, eine energetische Ausgangsbasis (EnB) als Bezugsgröße und Energieleistungskennzahlen (EnPI), die die Entwicklung messbar machen. Entscheidend ist die Normalisierung: Sinkt der absolute Verbrauch nur, weil weniger produziert wurde, ist das keine Verbesserung der energiebezogenen Leistung. Kennzahlen müssen daher auf eine relevante Bezugsgröße bezogen werden, etwa kWh pro produzierter Einheit oder pro Quadratmeter und Gradtag.

Bereit für Ihre
ISO 50001 Zertifizierung?

Wir klären zuerst Ihre Betroffenheit nach dem EnEfG und bewerten Ihre Energieströme – erst danach entscheiden Sie über Energieaudit, ISO 50001 oder EMAS.

  • Verbrauchsermittlung nach EnEfG-Definition
  • Maßnahmenbewertung nach DIN EN 17463 (VALERI)
  • Kennzahlen, die Produktions- und Wetterschwankungen herausrechnen

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