Wirtschaftsstandort Ulm
Ulm ist ein Standort mit zwei Gesichtern, und die Donau trennt sie nicht. Ulm und Neu-Ulm bilden einen gemeinsamen Wirtschaftsraum über die Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern hinweg. Wer hier berät, arbeitet faktisch in beiden Bundesländern. Das erste Gesicht ist schwere Technik. Iveco Magirus baut in Ulm Feuerwehrfahrzeuge und Nutzfahrzeugtechnik. Nokia betreibt einen großen Entwicklungsstandort für Netzwerktechnik. Die Wieland-Werke verarbeiten seit über 200 Jahren Kupfer und Kupferlegierungen und beliefern Elektro-, Automobil- und Sanitärindustrie. Bei Neu-Ulm fertigt Daimler Buses. Das zweite Gesicht ist Wissenschaft und Medizintechnik. Die Universität Ulm ist stark in Medizin, Elektrotechnik und Materialwissenschaft. Im Science Park auf dem Oberen Eselsberg sitzen Institute und Ausgründungen, dazu das ZSW mit Forschung zu Batterien und Wasserstoff. Beurer fertigt in Ulm Medizin- und Gesundheitsprodukte, Teva betreibt einen Pharmastandort. Der dritte Faktor ist die Verkehrslage. Ulm liegt an der A8 zwischen Stuttgart und München und am Kreuz zur A7. Viele Spediteure und Kontraktlogistiker haben hier Hubs. Für Managementsysteme sehen wir in Ulm vor allem Zulieferer und Entwicklungsdienstleister. Sie hängen an den Anforderungen ihrer Kunden, und diese Anforderungen kommen aus unterschiedlichen Richtungen: Fahrzeugbau, Telekommunikation, Medizintechnik. Ein einzelnes System muss hier oft mehrere Kundenwelten gleichzeitig bedienen. Dazu kommt der Mittelstand in der Fläche. Zwischen Ulm, Blaubeuren und Langenau sitzen Zerspaner, Kunststoffverarbeiter und Elektronikfertiger mit 20 bis 200 Mitarbeitenden. Genau diese Größenordnung beraten wir am häufigsten.
- Die Universität Ulm wurde 1967 als medizinische Hochschule gegründet und ist heute stark in Elektrotechnik und Materialwissenschaft.
- Im Science Park auf dem Oberen Eselsberg arbeiten Universität, Institute und Unternehmen auf einem gemeinsamen Campus.
- Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) betreibt in Ulm eine Forschungsproduktionslinie für Batteriezellen.
- Ulm und Neu-Ulm bilden einen gemeinsamen Wirtschaftsraum über die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern.
- Die Hochschule Neu-Ulm und die Technische Hochschule Ulm bilden Ingenieure und Betriebswirte für die Region aus.