Wirtschaftsstandort Würzburg
Würzburg ist der wirtschaftliche Mittelpunkt Unterfrankens, und die Industrie hier ist spezialisierter, als die Stadtgröße vermuten lässt. Koenig & Bauer baut in Würzburg Druckmaschinen und gehört zu den ältesten Maschinenbauern der Welt, ein knappes Drittel der Beschäftigten der Kernunternehmen arbeitet am Standort. Brose betreibt in Würzburg seinen Geschäftsbereich Antriebe und die größte Produktion für Elektromotoren der Gruppe, mit Lüftermodulen, Gurtstraffermotoren und Getriebeaktuatoren für die Automobilindustrie. va-Q-tec entwickelt und fertigt Vakuumisolationspaneele und temperaturgeführte Transportlösungen, eine Technik, die stark in die Pharmalogistik hineinreicht. Der zweite prägende Block ist die Gesundheitswirtschaft. Das Universitätsklinikum Würzburg ist einer der größten Arbeitgeber der Region und Ausgangspunkt für eine Medizintechnik- und Biotechnologieszene, die sich über die Bioregion Würzburg organisiert. Die Julius-Maximilians-Universität und die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt liefern Forschung in Physik, Materialwissenschaft und Medizin, dazu kommt das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung mit Arbeiten an Werkstoffen und Beschichtungen. Dazwischen liegt der Mittelstand, mit dem wir meistens zu tun haben: Zulieferer für Maschinenbau und Automotive, Hersteller medizinischer Produkte, Lohnfertiger und Prüfdienstleister mit 15 bis 200 Mitarbeitenden. In Würzburg fällt auf, wie unterschiedlich die Anforderungen dieser Kundenwelten sind. Ein Betrieb, der gleichzeitig an einen Automobilzulieferer und an einen Medizinproduktehersteller liefert, hat es mit zwei völlig verschiedenen Nachweiswelten zu tun. Genau diese Doppelrolle ist in Würzburg häufiger, als man erwarten würde. Der klassische Weg dahin ist kein strategischer: Ein Lohnfertiger bekommt eine Anfrage aus der Medizintechnik, nimmt sie an, weil die Marge stimmt, und stellt erst später fest, welche Dokumentationstiefe damit verbunden ist. Wir bauen in solchen Fällen ein System, das beide Anforderungen trägt, ohne die Organisation doppelt zu belasten.
- Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg zählt zu den ältesten Universitäten Deutschlands und forscht stark in Physik und Medizin.
- Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt bildet für Maschinenbau, Elektrotechnik und Kunststofftechnik aus.
- Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC arbeitet in Würzburg an Werkstoffen, Beschichtungen und Energiespeichern.
- Die Bioregion Würzburg vernetzt Medizintechnik-, Biotechnologie- und Diagnostikunternehmen der Region.
- Die IHK Würzburg-Schweinfurt betreut den gesamten unterfränkischen Wirtschaftsraum.