Wirtschaftsstandort Magdeburg
Magdeburg ist eine Maschinenbaustadt mit langer Linie. Der Schwermaschinenbau der SKET-Tradition ist heute als Industriepark mit mehreren Betrieben organisiert, Enercon baut in Magdeburg-Rothensee Komponenten für Windkraftanlagen, und die Gelenkwellenfertigung der IFA-Nachfolger sitzt im Umland. Dazu kommt ein Mittelstand aus Anlagenbau, Stahlbau, Umwelttechnik und Recycling. Der zweite Strang ist Logistik. Magdeburg liegt an der A2 zwischen Ruhrgebiet und Berlin, hat mit dem Wasserstraßenkreuz und dem Hafen eine eigene Binnenschifffahrtsanbindung und entsprechend viele Speditionen und Umschlagbetriebe. Der dritte Strang ist Wissenschaft. Die Otto-von-Guericke-Universität ist technisch ausgerichtet, das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF arbeitet im Wissenschaftshafen an Automatisierung und Logistiksystemen, und das Universitätsklinikum bringt Medizintechnik ins Bild. Die geplante Halbleiterfabrik von Intel im Magdeburger Umland ist nicht gekommen. Intel hat die Pläne 2025 aufgegeben, das Land hat die Fläche zurückgekauft und entwickelt sie inzwischen anders. Wir schreiben das so deutlich, weil wir keine Standortmärchen erzählen. Für unsere Arbeit ändert das wenig. Die Betriebe, mit denen wir in Magdeburg sprechen, sind Fertiger, Anlagenbauer und Logistiker mit 15 bis 300 Mitarbeitenden. Deren Anforderungen kommen von Kunden, von Auftraggebern aus dem öffentlichen Bereich und aus Ausschreibungen, nicht von großen Ansiedlungsprojekten. Im Anlagenbau in Magdeburg geht es fast immer um Projektgeschäft mit Einzelstücken. Jeder Auftrag ist ein bisschen anders, und genau das macht ein Managementsystem dort anspruchsvoller als in der Serienfertigung. Prozesse müssen eng genug sein, um verlässlich zu funktionieren, und locker genug, um jedes Projekt abzubilden.
- Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist technisch ausgerichtet und arbeitet eng mit Maschinenbau und Automatisierung zusammen.
- Das Fraunhofer IFF im Magdeburger Wissenschaftshafen forscht an Fabrikbetrieb, Automatisierung und Logistiksystemen.
- Das Wasserstraßenkreuz bei Magdeburg verbindet Mittellandkanal und Elbe und macht den Hafen zum trimodalen Umschlagpunkt.
- Intel hat die geplante Halbleiterfabrik bei Magdeburg 2025 aufgegeben, das Land Sachsen-Anhalt entwickelt die Fläche seither neu.
- Die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt begleitet Ansiedlungen und Bestandsbetriebe im Raum Magdeburg.