Wirtschaftsstandort Schwäbisch Gmünd
Schwäbisch Gmünd hat zwei Industrien, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Lenkungen und Naturkosmetik. Der größte Arbeitgeber ist Robert Bosch Automotive Steering. Das Werk in Schwäbisch Gmünd ist historisch aus ZF Lenksysteme hervorgegangen und war jahrzehntelang der Motor des Standorts. Ein erheblicher Teil der weltweit verbauten Pkw-Lenkungen stammt aus Gmünd. Der Umbau auf Elektromobilität hat den Standort allerdings unter Druck gesetzt, und das spüren die Zulieferer im Umfeld direkt. Wer jahrzehntelang nur ein Werk beliefert hat, muss sich jetzt breiter aufstellen, und das geht ohne belastbare Nachweise nicht. Der zweite Block ist Weleda. Der Hersteller von Naturkosmetik und anthroposophischen Arzneimitteln betreibt in Schwäbisch Gmünd seinen größten Standort mit eigenem Heilpflanzengarten und eigener Arzneimittelproduktion. Dazu kommt die Tradition. Schwäbisch Gmünd ist Gold- und Silberstadt, und aus der Edelmetallverarbeitung ist ein Besatz an Feinmechanik-, Optik- und Oberflächenbetrieben entstanden. C. & E. Fein, der Erfinder der Elektrobohrmaschine, sitzt im benachbarten Bargau-Gebiet und baut Elektrowerkzeuge. Scholz Recycling betreibt von Gmünd aus eines der großen europäischen Metallrecyclingnetze. Die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd bildet Interaktions- und Produktgestalter aus und hält damit Designkompetenz im Ort. Für uns ist Schwäbisch Gmünd ein Standort im Umbruch. Betriebe müssen neue Kunden gewinnen, und dabei entscheidet oft das Zertifikat über die Einladung zum Gespräch.
- Weleda betreibt in Schwäbisch Gmünd ihren größten Produktionsstandort samt Heilpflanzengarten.
- Die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd ist auf Kommunikations-, Interaktions- und Produktgestaltung spezialisiert.
- Schwäbisch Gmünd ist die älteste Stauferstadt und trägt den Beinamen Gold- und Silberstadt.
- Das Lenkungswerk in Schwäbisch Gmünd ging aus ZF Lenksysteme hervor und gehört heute zu Bosch.
- Die Landesgartenschau 2014 hat die Innenstadt und die Gewerbeflächen entlang der Rems neu geordnet.